Trakehnerhof in Heidekrug : Der Feldherr und der Präsident

<fettakgl>'Aurelius'</fettakgl> muss keine Schlacht schlagen, wie der gleichnamige römische Feldherr. Dirk Kiewald freut sich über diesen reinrassigen Trakehner von 'Annabell' und 'Peking-Opera'.
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"Aurelius" muss keine Schlacht schlagen, wie der gleichnamige römische Feldherr. Dirk Kiewald freut sich über diesen reinrassigen Trakehner von "Annabell" und "Peking-Opera".

Kuscheln mit "Aurelius" und schauen, wie es "Obama" und "Ostersonne" geht. Der Frühling macht das möglich. Auf dem Trakehnerhof in Heidekrug brechen für die Chefin Elke Kiewald und ihr Team wieder schlaflose Nächte an.

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28. März 2013, 12:25 Uhr

Heidekrug | Kuscheln mit "Aurelius" und schauen, wie es "Obama" und "Ostersonne" geht. Der Frühling macht das möglich. Auf dem Trakehnerhof in Heidekrug sind für die Chefin Elke Kiewald und ihr Team wieder schlaflose Nächte angebrochen. Sie erwarten reinrassigen Nachwuchs, dem sie von der ersten Minute an ihre volle Aufmerksamkeit widmen. "Natürlich bedeutet das jede Menge Stress", sagt Dirk Kiewald. Aber es sei auch immer wieder viel Freude, wenn ein Fohlen gesund auf die Welt kommt, und seine Mutter es trocken leckt.

In diesem Frühjahr rechnet das Ehepaar Kiewald mit acht Geburten. Für den Hof ein guter Schnitt, bei sechs bis 12 Tieren pro Jahr. Die Suche nach dem Namen ist dabei jedes Mal aufs Neue ein ganz besonderes Ereignis. Klar, der erste Buchstabe muss auf die jeweilige Mutter hinweisen, der "Rest" setzt Ideen kaum Grenzen. Das entscheidende Wort hat die Chefin. Sie wählt aus den Vorschlägen aus, so wie auch bei "Ostersonne". Das ist der jüngste Neuankömmling in Heidekrug. Ihr Vater heißt "Solar". Der Elitehengst aus Redefin verbrachte wieder einige Zeit auf dem Trakehnerhof und deckte da auch die Stute "Ophelia". Der Name für das erste Fohlen der Vierjährigen zeigt, dass die Heidekruger von der Kälte und dem Schnee die Nase voll haben und nach Sonne lechzen.

"Solar" ist auch der Vater von "Obama", der 44. Präsident der Vereinigten Staaten lässt grüßen. Für seine Mutter "Oschatz" ist es das fünfte Fohlen auf dem Trakehnerhof. Auch "Aurelius" verspricht einmal, ein Reitpferd zu werden, das vor allem im Vielseitigkeitssport erfolgreich Trophäen sammeln könnte. Dirk Kiewald ist zuversichtlich, schließlich sind seine Eltern der hofeigene Vollbluthengst "Peking-Opera" und die Stute "Annabell". Zwei schöne Vierbeiner, wie er meint. Für ihn sei es außerdem ein vielversprechendes Omen, dass der Namenspatron von "Aurelius" einst in einem Feldzug gegen die aufständischen Bagauden Galliens eine tragende Rolle gespielt hatte und seither einen ausgezeichneten Ruf als Soldat genoss. Einen solchen werde, wie Dirk Kiewald glaubt, "Aurelius" auf seine Weise bestimmt auch einmal unter Pferdezüchtern und -freunden haben.

Stolz geht er durch den Stutenstall, der sich zunehmend zu einer "Mutter-Kind-Stube" mit allem Komfort mausert. Die ersten Boxen sind bereits bezogen. Sie sind deutlich großräumiger als ihre Vorgänger und lichtdurchflutet. Mit Abschluss der Bauarbeiten verfügt der Familienbetrieb über 16 solcher für ihre Bewohner maßgeschneiderten Innenboxen, Sattelkammer, Waschplatz und Solarium.

Auf dem Hof gibt es mehr als 100 Pferde. Das sind Penionsgäste, Tiere zur Aufzucht zum Reiten und zum Fahren. Vieles davon können interessierte Besucher am 1. Mai selber bestaunen. Dann findet hier das traditionelle Hoffest statt, wie gewohnt mit Pferdesport und Blasmusik. Die Vorbereitungen laufen auch für ein großes Fahrturnier, welches in Heidekrug am 27. und 28. April mit Ein-, Zwei- und Vierspännern aus ganz Norddeutschland rasant über die Parcours geht.

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