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Hagenower Kreisblatt

20. November 2017 | 16:43 Uhr

Warlitz : Der etwas andere Holzschuppen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Warlitz erweitert die Feiermöglichkeiten in der Gemeinde. Verschworene Gemeinschaft will großen Lehmofen bauen

von
erstellt am 13.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Holzschuppen sehen eigentlich anders aus als der edle Fachwerkbau, der mitten im Herzen von Warlitz entstanden ist. Und doch firmiert der Bau offiziell als „Backofen mit Holzschuppen“. Das Holz wird künftig auch nur an dem Gebäude gelagert, drinnen gibt es einen Raum zum gemütlichen Beisammensein und nebenan ist dann der Raum, in dem das neue Kleinod entstehen soll. Die Rede ist von einem Lehmofen, dessen Brennraum in der Länge so um die 1,4 Meter liegt und in der Höhe 70 Zentimeter erreichen soll. Das würde reichen, um ein Schwein zu backen. Und nicht nur Stefan Matz, André Zielke oder Peter Holm (er ist der Bürgermeister) sind schon ganz aufgeregt. Denn der Lehmofen soll in Selbstregie gebaut werden und möglichst zum nächsten Herrentag seine Weihe erleben. Die Männer, die mit anderen längst eine whats-app-Gruppe zu dem Thema gebildet haben, überlassen nichts dem Zufall. André Zielke hat auf seinem Privatgrund schon einen Probeofen errichtet, mit dem sich die Isolierung der Türen und auch die Nachfeuermöglichkeiten testen lassen. Das soll dann der große Ofen auch alles können. Natürlich geht es hier nicht um das Hobby der Männer, sondern eigentlich um einen wichtigen Treffpunkt für die Goldenitzer und Warlitzer, der Ofen ist nur das Sahnehäubchen obenauf. Richtfest wurde jetzt gefeiert für den gut 85  000 Euro teuren Bau, und die Männer der Baufirma Weißhaupt hatten sichtlich Spaß am Bau des kleinen aber feinen Baus. Gut 14  500 Euro steuert die Gemeinde bei, der Rest wird über Leader-Förderung finanziert.

Seit gestern laufen auf dem Vorplatz die Arbeiten an der Zufahrt, die mit aufgenommen Steinen aus dem alten Gehweg gepflastert werden soll. Gleich daneben befindet sich mit Gretes Heimatstube ein weiterer Treffpunkt in der Gemeinde, der jetzt durch den Neubau erheblich aufgewertet wird. Der Name leitet sich von der letzten Bewohnern in dem Haus, Grete Wolf ab. Auch der Neubau des „Schuppen“ orientiert sich nach historischem Vorbild und ist in enger Zusammenwirkung mit der Denkmalpflege gebaut worden.

Mit dem Bau des Ofens, der dann langsam getrocknet werden muss, soll bald begonnen werden. Trockenes Holz haben die Männer bereits organisiert.

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