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Hagenower Kreisblatt

20. November 2017 | 13:06 Uhr

Zarrentin : Den Stromfressern auf der Spur

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Schüler beteiligen sich am Energiesparprojekt in Zarrentin

von
erstellt am 11.Mai.2015 | 14:35 Uhr

Zu einem erhöhten Pulsschlag könnte es in letzter Zeit bei vielen Lehrkräften an der Zarrentiner Schule gekommen sein. Der Grund: Beim Betreten der Fachräume mussten sie feststellen, dass sich Schüler ganz offensichtlich mit Schraubenziehern an der Deckenbeleuchtung zu schaffen gemacht hatten.

Es war aber mitnichten ein Streich. Die Schüler hatten von „ganz oben“ die Erlaubnis erhalten, sich in allen Winkeln der Schule die dort eingesetzten Leuchtmittel genauer anzusehen. Selbst die Büros der Schulleitung waren für die Fünft- und Sechstklässler nicht mehr tabu, um mögliche „Stromfresser“ aufzuspüren.

Bereits Anfang des Jahres hatte Heiko Frank vom Amt Zarrentin Kontakt mit Schulleiterin Heide Hollstein aufgenommen. Die Stadt Zarrentin und die Umlandgemeinden sind auch die Sachaufwandsträger der Bildungseinrichtung. Das bedeutet, dass die Verwaltung auch für die anfallenden Verbrauchskosten aufkommen muss. Angesichts eines jährlichen Bedarfs an Strom von insgesamt mehr als 27 000 Kilowattstunden stellte sich die Frage, wo und wie der Verbrauch durch den Einsatz moderner Technik gesenkt werden kann, um so Kosten zu sparen und gleichzeitig einen Beitrag für die Umwelt zu leisten.

Diese Aufgabe schien die passende für den Kurs „Umwelt und Natur“ zu sein. Die daran beteiligten neun Schüler versuchten als Erstes zu klären, an welchen Stellen die ungeheure Menge an Energie überhaupt eingesetzt wird. Bei den Recherchen wurde schnell klar, dass die Beleuchtung der Schule einen sehr großen Teil des Stroms verbraucht. Die Schüler entschieden, jedes einzelne Leuchtmittel Raum für Raum statistisch zu erfassen, um den Stromverbrauch je Gebäudeteil zu berechnen. Das Ergebnis: Fast 90 Prozent des jährlichen Gesamtverbrauchs entfallen auf die Beleuchtung.

Als Nächstes galt es herauszufinden, wie dem „Energiefresser Licht“ „Nahrung“ entzogen werden kann. Schnell war klar, dass auf LED-Leuchtröhren zurückgegriffen werden sollte. Die neue Technik ist aber alles andere als billig. Mit etwa 56 Euro pro Röhre muss gut und gerne gerechnet werden, wenn die alten Leuchtstoffröhren ausgetauscht werden sollen. Das würde ein Investitionsvolumen von ungefähr 24 000 Euro bedeuten, wenn insgesamt 432 LED-Röhren plus Montage in Auftrag gegeben würden. Der Vorteil dabei: Es ließen sich etwa 11 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr einsparen – eine beachtliche Ersparnis von immerhin knapp 50 Prozent.

In einem letzten Arbeitsgang wurde von den Schülern nun mit Hilfe der erstellten Tabellen analysiert, wo sich die energieintensivsten Gebäudeteile der Schule befinden. Vor allem diese sollten so schnell wie möglich umgerüstet werden.


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