Wöbbelin : „Den Opfern ein Gesicht geben“

Gedenkstättenleiterin Ramona Ramsenthaler zeigt Bilder der neuen Dauerausstellung.
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Gedenkstättenleiterin Ramona Ramsenthaler zeigt Bilder der neuen Dauerausstellung.

Neue Dauerausstellung in Vorbereitung - Museum Wöbbelin zeigt aktuelles Forschungsmaterial

svz.de von
28. Juli 2014, 18:07 Uhr

Die Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin sind bei ihren Forschungen zur Geschichte des einstigen Konzentrationslagers Wöbbelin weiter vorangekommen. Dank neuer Quellen lässt sich heute ein präziseres Bild beispielsweise vom Aufbau des Lagers zeichnen als noch vor wenigen Monaten möglich. Die jüngsten Forschungsergebnisse werden ab 21. August in einer Dauerausstellung anhand von bislang unbekannten Fotos und Dokumenten vorgestellt.

„Wir können durch die Quellen im Prinzip genau aufgelistet die Geschichte des Lagers belegen, vorher mussten wir uns oft auf Zeitzeugenberichte verlassen“, sagt Ramona Ramsenthaler, die die Mahn- und Gedenkstätten seit 2007 leitet. So gebe es heute neue Erkenntnisse zur möglichen Anzahl der früher auf dem Lagergelände stehenden Baracken. Auch die acht Häftlingstransporte von Februar bis April 1945 nach Wöbbelin ließen sich jetzt alle unter anderem durch Originalunterlagen nachweisen.

Der Zuwachs an Material für die Geschichtsforscher ist insbesondere auf den rasanten technischen Fortschritt, eine erfolgreiche Eigenrecherche und die vermehrten Kontakte zu Angehörigen früherer KZ-Häftlinge zurückzuführen. „Die Digitalisierung der Archive hatte zur Folge, dass wir in den vergangenen fünf Jahren viele neue Fotos von 1945 und Dokumente erhalten haben“, berichtet Ramsenthaler. Vor zwei Wochen habe sie beispielsweise bisher in Wöbbelin unbekannte Fotos auf der Internetseite des United States Holocaust Museum in den USA ausfindig machen können.

Woher die Familienangehörigen der Opfer zum Teil stammen, lesen Sie in der Dienstagsausgabe des Hagenower Kreisblattes oder in unserem Epaper.


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