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Hagenower Kreisblatt

18. November 2017 | 05:54 Uhr

Greven : Den Blues seit Jahren im Herzen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Musiker wie Lukas Sprenger oder Gottfried Böttger spielten bei der 14. Blues-Nacht in Greven auf / Stolz auf den Zusammenhalt im Dorf

Wenn Harald Elgeti vom Verein „Einigkeit für Greven und Umgebung e.V.“ von seinem geliebten Blues erzählt, dann spürt man sofort, dass diese Musikrichtung schon über viele Jahre in seinem Herzen verwurzelt sein muss. „Genau genommen seit Mitte der sechziger Jahre, seitdem mir aufgefallen ist, dass ich die Rolling Stones viel lieber mag als die Beatles“, erzählte Elgeti am vergangenen Sonnabend vor dem Start der bereits 14. Blues-Nacht in Greven.

Dabei erinnert sich der Vater dieser mittlerweile Kultstatus erreichten Veranstaltung noch genau an die mehr als bescheidenen Anfänge im Jahr 2001. Seinerzeit wuchs bei den Verantwortlichen des Vereins „Einigkeit“ der sehnliche Wunsch, neben dem legendären Holzfest eine weitere Veranstaltung in ihrem Dorf zu etablieren. Und so gab es vor nunmehr dreizehn Jahren mit Abi Wallenstein und vor lediglich einhundert Zuschauern die Premiere der Grevener Blues-Nacht.

Ein Jahr später konnte Harald Elgeti zwar auch noch Henry Heggen und Gottfried Böttger für sich gewinnen, doch eine kurzfristig anberaumte Parallelveranstaltung in Boizenburg bescherte dem Verein eher Verluste bei der Endabrechnung als ein volles Festzelt. Doch Elgeti ließ sich nicht entmutigen. Das sollte sich spätestens ab der dritten Blues-Nacht im Jahr 2003 auszahlen. Denn von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich sein „Baby“ stetig und ist bis heute die größte Veranstaltung dieser Art zwischen Bremen und Neubrandenburg.

Seit 2011 findet die Grevener Blues-Nacht sogar an zwei verschiedenen Tagen am letzten August-Wochenende statt. „Dadurch können wir zwar auch nicht mehr Besucher begrüßen als zuvor. Allerdings läuft seitdem alles viel entspannter ab“, sagt Harald Elegti, bevor er wieder enteilt, um viele Stammgäste persönlich im Festzelt zu begrüßen.

Den Anfang machte am vergangenen Sonnabend, so wie eigentlich immer, Kally Darm aus Tessin bei Boizenburg. „Ich kenne Kally schon seit vielen Jahren als treuen Ehemann, doch hier nach Greven kommt er immer mit wechselnden Partnern“, witzelt Harald Elgeti von der Bühne herunter, bevor er mit seinem schon legendären Satz „It’s Bluestime“ seine musikbegeisterten Gäste im Festzelt begrüßt und den Startschuss für eine lange Bluesnacht gibt.

Dem Verbandsvorsitzenden in der Abteilung Blues, Südwest-Mecklenburg, wie Kally Darm seinen Freund Harald Elgeti liebevoll bezeichnet, ist es auch in diesem Jahr wieder gelungen, viele bekannte Blueslegenden auf die Bühne zu holen.

So begeisterten an beiden Tagen Lukas Sprenger, Anke Angel & Richie Loidl, Jessy Martens & Jan Fischer Bluesband, Günther Brackmann, Martin Röttger, 8 to the Bar, Boogie House sowie Gottfried Böttger. Letzterer ist kurzfristig für den erkrankten Chris Farlowe eingesprungen. „Dafür bin ich meinem langjährigen Freund sehr dankbar und sehe seinen Auftritt hier in Greven als einen großen Gewinn für unsere Blues-Nacht an“, sagt Harald Elgeti.

Besonders stolz ist er aber über den großen Zusammenhalt in seinem Dorf. Während die Frauen für leckeren Kuchen sorgten, kümmerte sich die Jugendfeuerwehr rührend um die Zuweisung der Parkplätze. So wie in den vielen Jahren zuvor auch lag die kulinarische Versorgung in den Händen der erwachsenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr.

Einen Traum möchte sich Harald Elgeti allerdings irgendwann erfüllen: „Ich würde sehr gern Eric Burdon zu einem Auftritt bei mir in Greven begrüßen können“, schwärmt Elgeti. Und wer den Chef vom Verein „Einigkeit“ kennt, der weiß, dass es ihm aufgrund seiner Hartnäckigkeit auch irgendwann einmal gelingen wird. Denn ohne diese Hartnäckigkeit würde es die Blues-Nacht in Greven in dieser Form heute nicht geben.








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