Wittenburg : Demokratiefest zum Ferienende

Boxen statt Gewalt: Der Boxclub Traktor Schwerin, hier mit Farschad Nabizadeh (l.), dem Deutschen Meister U 17, und Trainer Dieter Berg. Der Boxclub ist das zweite Mal dabei.
Boxen statt Gewalt: Der Boxclub Traktor Schwerin, hier mit Farschad Nabizadeh (l.), dem Deutschen Meister U 17, und Trainer Dieter Berg. Der Boxclub ist das zweite Mal dabei.

Internationaler Bund Westmecklenburg hatte zusammen mit vielen Partnern nach Wittenburg auf den Sportplatz eingeladen

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01. September 2017, 05:00 Uhr

Fabian (12) aus Wittenburg hat die Nase voll. Die Sommerferien gingen gerade so, das Wetter war mies, draußen konnte er nicht viel machen. Am Montag startet er  und seine Mitschüler aus dem Gymnasialen Schulzentrum in Wittenburg wieder zum Unterricht los.

Der gestrige Tag auf dem Sportplatz in Wittenburg war wie für ihn und seine Freunde gemacht. Zum Ende der Ferien hatte der Internationale Bund Westmecklenburg zusammen mit der Stadt Wittenburg und zahlreichen Partnern zum Demokratiefest eingeladen. Bereits zum neunten Mal gab es für die Wittenburger jungen Leute, aber auch für etliche Gäste, die aus den IB-Einrichtungen in Norddeutschland anreisten, ein buntes Ferienende.

Mit dabei waren auch junge Flüchtlinge aus der Region, die u.a. in Einrichtungen des Internationalen Bundes betreut werden.

Zu ihnen gehört auch Sohail (19), er stammt aus Afghanistan und lebte in der Nähe zur iranischen Grenze. Er ist bereits zwei Jahre und vier Monate in Deutschland. „Ich möchte gern in Deutschland bleiben. Bisher habe ich schon meine neunte Klasse gemacht, die zehnte soll folgen“, sagt er in einem fast einwandfreien Deutsch. Er sei allein aus seiner Heimat nach Deutschland gekommen, wie er weiter erzählt, weil es dort für ihn keine Sicherheit und zu viele Probleme gäbe. „Ich bin bereits zum dritten Mal beim Fest hier in Wittenburg mit dabei. Für mich ist es immer eine gute Gelegenheit, Leute kennenzulernen und auch die Sprache besser zu erlernen“, sagt  er weiter.

Für Michael Hallmann vom IB war es gestern die letzte Veranstaltung dieser Art in Wittenburg. Er verändert sich beruflich, ist jetzt mehr im Norden des Landes unterwegs. Dennoch geht er nicht mit einen weinenden Auge von dannen, wobei er ja auch seine privaten Wurzeln hier in der Region behält.

„Es ist heute das neunte Mal, dass wir zu so einem Tag hier zusammenkommen. Natürlich finde ich es schade, dass ich mich jetzt hier verabschiede. Aber das Fest ist ein Selbstläufer geworden. Ich übergebe an Frau Brumme und ihre Mitarbeiter die gesamte Vorbereitung, so wie der Handwerker seine Kundenrolle an seinen Nachfolger weitergibt“, sagt Michael Hallmann. Sie freue sich, so ein gut organisiertes Fest mit so viel Außenwirkung im kommenden Jahr fortführen zu können, sagte Astrid Brumme, die Regionalleiterin  des IB Westmecklenburg, die sich mit Wittenburgs Bürgermeisterin Margret Seemann einig darin war, dass natürlich auch im kommenden Jahr wieder zum Demokratiefest eingeladen wird.

Mit dabei waren u.a. der Landjugendverband MV, die Feuerwehr Körchow,  der Boxclub Traktor Schwerin, die Schrotttrommlern aus Lüneburg, die Polizei, der Flüchtlingsrat, die Landeszentrale für politische Bildung, die Initiative „Wir Erfolg braucht Vielfalt“, die Wittenburger Feuerwehr, die Wittenburger Schützenzunft.

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