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Freitag auf dem Markt : Demokratiebus hält in Wittenburg

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Andrang auf Stasiakten-Einsicht ungebrochen / Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung helfen beim Ausfüllen der Anträge

von
erstellt am 22.Aug.2014 | 18:12 Uhr

Karin Schiebe geht gestern Nachmittag zielgerichtet auf den „Demokratiebus“, der auf dem Marktplatz stand, zu.

„Ich finde es gut, dass es den Bus gibt, und dass man so die Behörde leichter erreichen kann“, sagt Schiebe zu dem Angebot der Landeszentrale für politische Bildung.

Die Wittenburgerin nutzt damit vor allem auch die Möglichkeit, einen Nachfolgeantrag zur Akteneinsicht bei der Stasi-Unterlagenbehörde zu stellen. Dieter Kolthof besuchte den Bus gestern ebenfalls, um einen Antrag auf Akteneinsicht bei der Stasi-Unterlagenbehörde zu stellen. Bei Fragen und Unklarheiten erhalten sie Unterstützung von Carsten Socke und Nina Ramid, Projektmitarbeiter bei der Landeszentrale für politische Bildung.

„Jeder erzählt beim Ausfüllen seine eigene Geschichte, und wir versuchen dabei Informationen herauszufinden, was es den Mitarbeitern in der Behörde leichter macht, die Akte zu finden“, erläutert Carsten Socke. In der ersten Stunde seien gestern an die 15 Personen da gewesen und haben die jeweiligen Dokumente ausgefüllt. In der vergangenen Woche wurden sogar an 100 Anträge bei ihnen ausgefüllt.

Vielleicht hänge dieser relativ große Andrang auch damit zusammen, dass sich der Jahrestag des Mauerfalls zum 25. Mal jährt, fügt Socke hinzu. „Ich bin immer wieder überrascht, wie viel mir die Leute erzählen“, sagt Nina Ramid. Es seien ziemlich private Sachen und mitunter auch Schicksalsschläge, die ihr die Leute da erzählen würden, fügt sie hinzu.

Eine Akteneinsicht ist nicht von heute auf möglich. Mitunter müssen die Leute bis zu zwei Jahre warten. „Nach drei bis sechs Monaten erhalten die Leute aber eine erste Information, ob Dokumente gefunden wurden oder nicht“, sagt Carsten Socke. Beim Bundesbeauftragten seien derzeit 160 Kilometer Aktenmaterial zugänglich. In weiteren 15000 Tüten „schlummern“ noch zerrissene oder geschredderte Dokumente.

Carsten Socke schaut in den hinteren Teil des Busses. Hier können Bürger Informationen zu den verschiedensten Bereichen der Politik erhalten. Doch gestern nutzte Nina Ramid den Platz, um einem weiteren Bürger bei der Antragsausfüllung zu helfen.

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