zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

20. November 2017 | 10:51 Uhr

Boizenburg : Demokratie, Tischtennis und Kuba

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bei den Tagen der bunten Aktionen trafen sich Einheimische und Flüchtlinge / Macher versammelten sich zur Demokratiekonferenz

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Die beiden „Tage der bunten Aktionen“ am Donnerstag und Freitag boten in Boizenburg vielfältige Veranstaltungen. Alle standen unter dem Motto des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsradikalismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“, in dessen Rahmen sie stattfanden.

Nicht zu unterschätzen sind dabei Veranstaltungen wie die, die Gemeindepädagogin Claudia Wetjen mit ihrer ehrenamtlichen Helferin Kathrin Loonstra im Gemeindezentrum der Marienkirche anboten. Sie hatten die Dino-Gruppe der Kita „Haus Sonnenschein“ eingeladen, um sie auf spielerische Art mit dem Land Kuba bekannt zu machen. Mit kubanischen Rhythmen wurde zum Tanz eingeladen, die Kinder konnten selbst Instrumente herstellen und bei einem Mitmach-Märchen ihr schauspielerisches Talent erproben. Mit viel Freude und Fantasie wurden sie Teil der Geschichte, wie der Fluss Yumuri zu seinem Namen kam. Zudem konnten typische Getränke und Speisen des Landes ausprobiert werden. Am Schluss malten die Dino-Kinder ein Bild zum Thema Kuba. Diese Bilder können bis Ende Mai in der Marienkirche besichtigt werden.

Beim Tischtennisturnier am Donnerstagnachmittag trafen sich die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge aus dem „Boizehaus“ mit Einheimischen zu einem Tischtennisturnier und zu einer gemeinsamen Malaktion.
Bei dem Tischtenniswettbewerb im Jugendfreizeithaus „Luna“ gewannen nach hartem Kampf und heftigen Ballwechseln die beiden 17-jährigen Syrer Ibrahim (1. Platz) und Majeed (2. Platz) vor Ilona Morgner vom Jugendfreizeithaus (3. Platz). Ibrahim konnte sich über einen Zehn-Euro-Gutschein freuen, den eine Drogeriekette gespendet hat, die Zweit- und Drittplatzierten jeweils über Fünf-Euro-Gutscheine für ein Eiscafé.

Am Donnerstagabend hatten die Bürgermeister von Boizenburg und Lübtheen, Harald Jäschke und Ute Lindenau, ihre „Partner für Demokratie“ zu einer Demokratiekonferenz in die Rudolf-Tarnow-Schule eingeladen. Das Treffen diente vor allem der Information über relevante Themen, aber auch dem Austausch untereinander und der informellen Beratung über künftige Projekte.

Zunächst legte Referent Volkmar Suhr in einem Vortrag dar, wie man Menschen für ein Ehrenamt motivieren kann. Interessant dabei war, dass sich bereits ein Drittel aller Deutschen ehrenamtlich engagiert und unser Land damit ein weltweites Phänomen darstellt. Allerdings engagieren sich von den 12- bis 13-Jährigen sogar noch 50 Prozent. Die wichtigsten Motive für ehrenamtliche Arbeit sind dabei das Gefühl, gebraucht zu werden, Anerkennung, die Herstellung sozialer Gerechtigkeit, der Wille, Einfluss zu nehmen und soziale Beziehungen.

Neben der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) MV und dem „Demokratiebus“ als mobiles Angebot der Landeszentrale für politische Bildung, stellte sich das Projekt „FunkstoFF“ des Landesfeuerwehrverbandes MV zur Förderung von Demokratie und Teilhabe vor. Das Projekt hat das Ziel, vor allem Kinder und Jugendliche langfristig für die Feuerwehren zu gewinnen. Andererseits sollen die eigens dafür ausgebildeten Konfliktberater und Multiplikatoren helfen, rechtsextremen Tendenzen entgegen zu wirken. „Ganz konkret heißt das, wenn jemand den Eindruck hat, in seiner Wehr machen sich Nazis breit, kann er sich an uns wenden“, sagte Ronny Meier, Fachwart für Öffentlichkeitsarbeit der Landesjugendfeuerwehr MV in einem Gespräch.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen