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Hagenower Kreisblatt

21. November 2017 | 20:11 Uhr

Dreilützow : Dem Leben in die Karten sehen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die gebürtige Niedersächsin Sarah Michelle Borgwardt liebt mecklenburgische Kraniche , gemütliches Sitzen in Cafés sowie Schokolade

von
erstellt am 11.Feb.2017 | 07:00 Uhr

„Schloss Dreilützow, das klang irgendwie coll“, erinnert sich Sarah Michelle Borgwardt an die Anfänge ihres Freiwilligen Sozialen Jahres. Seit September letzten Jahres kümmert sich die gebürtige Niedersächsin um alles, was mit Kultur im Schullandheim zu tun hat. Später würde sie gern mal Architektur studieren. Vielleicht. Mit den Mecklenburgern habe sie bisher nur gute Erfahrungen gemacht, verrät die junge Frau, die dem Leben so gern in die Karten sehen möchte. Weil bekanntlich alles in unserem Dasein einen Grund hat. Den zu ergründen, bedeutet aber mitunter auch, sich mit Rätseln zu engagieren, die man niemals gelöst bekommt.

Und Sarah Michelle Borgwardt wünscht sich Harmonie. Inbegriffen, jeden Tag etwas, die sich zu entdecken lohnt. So, wie die vielen Kraniche, die es in Mecklenburg gäbe. Das habe sie freudig überrascht. „Ich liebe diese grazilen und anmutigen Tiere. Wenn sie rufen, so klingt das wie aus einer anderen Zeit.“

SVZ-Redakteur Thorsten Meier beantwortet die 18-Jährige die beliebten Fragen zum Wochenende. Im Schloss Dreilützow, während nebenan ein Orchester klassische Musik probt. Und eine Mitbewohnerin den gläsernen Schlossgeist Dieter in Flaschen abfüllt, mit weißem Gespensterzucker.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Mache jeden Tag zu einem besonderen, denn er kommt nicht wieder. Versuche herauszufinden, was er dir bringen will. Lasse das Leben nicht achtlos an dir vorbeiziehen.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
In jedem Café, wo es frischgebackene Waffeln gibt, am besten noch mit Ahornsirup oder Marmelade.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als Schülerin mit Hausaufgabenbetreuung. Da war ich zehnte bis 12. Klasse und habe Jüngeren in allen Fächern geholfen, besonders Mathe und Deutsch, da gab es immer die meisten Defizite.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Das meiste ging für Shoppen drauf, Kino und Bücher. Ich liebe Bücher, sie sind gute Freunde.
Wo findet man Sie am ehesten?
Auf meinem Bett sitzend mit einem Buch in der Hand. Dabei könnte ich glatt die Zeit vergessen.

Welches Buch lesen Sie denn gerade?

Jules Verne „Die Kinder des Kapitän Grant“, ein wirklich großer Abenteuerroman.
Was stört Sie an anderen?
Unfreundlichkeit ganz besonders. Menschen, die niemals lächeln, sind mir unheimlich. Dabei kostet doch ein Lächeln gar nichts.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ich habe keinen. Dafür bin ich wohl noch etwas zu jung. Aber ich mag Menschen, die Freude ausstrahlen und anderen helfen, ohne etwas dafür zu erwarten. Sie sind Vorbilder für mich.
Was würden Sie gern noch können?
Geige spielen. Und ich hätte gern etwas mehr Selbstbewusstsein. Da mangelt es bei mir noch ein bisschen. Ich bin oft noch ein wenig zu schüchtern.
Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Die kleinen Dinge zu entdecken, die uns das Leben schenkt. Sie sind kostenlos und doch so wertvoll. Ich versuche immer optimistisch zu sein. Das gelingt zwar nicht immer, aber immer öfter. Der Weg zum Glück liegt in einem selbst, glaube ich jedenfalls.
Sind Sie ein Kopf- oder eher ein Bauchmensch?
Ganz klar bin ich ein Bauchmensch, obwohl das mitunter nicht immer gut ist.
Wonach suchen Sie im Leben?
Nach einem harmonischen Leben, im Einklang mit anderen Menschen.
Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Meistens ist der leer, aber Naturjoghurt versuche ich immer im Kühlschrank zu haben. Ansonsten Milch, Salami, Butter, Margarine, Käse und Ketchup.
Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Ich würde gern noch viel reisen, beispielsweise nach Irland, Japan und Australien.
Wen würden Sie gern mal treffen?
Da habe ich mir noch nie ernsthaft Gedanken drüber gemacht.
Können Sie sich mit nur einem einzigen Wort beschreiben?
ruhig
Wo ist für Sie Heimat?
Überall dort, wo ich mich wohlfühle und Freunde habe.
Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer ersten Reise?
Aufregung, Neugierde und ganz viel Lust, Unbekanntes zu entdecken. Meine erste Reise hat mich nach England geführt, da war ich ein Jahr alt. Erinnern kann ich mich daran nicht. Später bin ich nach Holland, Dänemark und auf die Insel Rügen gefahren.
Wenn Sie kochen oder Essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Ich probiere gern viel Neues aus, Süßkartoffeln und Wraps beispielsweise. Essen-Gehen ist nicht so mein Ding, ich sitze dafür lieber in Cafés.
Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf Schokolade. Ich liebe sie, sie macht mich glücklich.
Wem sollen wir diese Fragen ebenfalls einmal stellen?
Dem Hausmeister von Schloss Dreilützow, er heißt Reinhard Reimer. Er ist ein netter Mann und hilfsbereit.

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