Biosphärereservat Schaalsee : Dem Grenzschatten entflohen

Gerd Schriefer präsentiert das neue Buch: „Biosphärenreservat Schaalsee - eine Bilderreise“.  Fotos: Thorsten Meier
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Gerd Schriefer präsentiert das neue Buch: „Biosphärenreservat Schaalsee - eine Bilderreise“. Fotos: Thorsten Meier

Neuer Bildband anlässlich 25 Jahre Unesco-Biosphärereservat Schaalsee zeigt gewachsenes Selbstbewusstsein einer ganzen Region

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18. März 2016, 05:00 Uhr

„Dieser neue Bildband ist ein faszinierender Spiegel dessen, was die Region zu bieten hat und wie sie entstanden ist“, schwärmt Gerd Schriefer, Geschäftsführer des Fördervereins Biosphäre Schaalsee e. V. Anlass dieser Vorschusslornbeern für die 204 Seiten starke Bilderreise ist nicht nur der pünktliche Saisonstart sondern auch die Tatsache, dass das Unesco-Biosphärenreservat Schaalsee nunmehr seit einem Vierteljahrhundert besteht.

40 Jahre lang habe sich die unverbrauchte Landschaft hinter dem Zaun der innerdeutschen Grenze verstecken müssen. „Nun ist sie selbstbewusst aus dessen Schatten herausgetreten.“

Die Idee des Buches liege inzwischen fünf Jahre zurück, verrät Klaus Jarmatz als Leiter des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe. „Das zeigt, dass das Werk kein Schnellschuss ist. Es steckt das Herzblut von ganz vielen Menschen darin. Die Schaalseeregion ist erst 25 Jahre alt, sie hat es früher so nicht gegeben. Aber wir werden mittlerweile wahrgenommen, haben einen gewissen Bekanntheitsgrad“, freut sich Jarmatz. Es gäbe derzeit 102 Partnerbetriebe, die den Gedanken einer naturverträglichen Regionalentwicklung lebten.


Riha-WeserGold gab 20 000 Euro für’s Buch


„Etwa 80 Prozent der hiesigen Bevölkerung identifiziert sich bereits mit ihrer Heimat. Wir haben rund 140 Kilometer Wanderwege, etwa 400 Kilometer Radwege in der Biosphäre und eine einzigartige Fauna und Flora. Der neue Bildband mit seinen 220, teils spektakulären Fotografien und spannenden Geschichten über Land und Leute, soll nationale und internationale Neugierde wecken. Der letzte ist ja auch schon um die ganze Welt gereist. “

Die Herausgabe des Buches, das Dirk Endrulat konzipiert hat, wurde u.a. von Riha-WeserGold Getränke GmbH & Co. KG mit 20 000 Euro unterstützt. „Für uns als Lebensmittelhersteller ist eine intakte Umwelt für unsere Produkte entscheidender Bestandteil für den sensiblen Umgang mit unseren Kunden. Mensch, Natur und Arbeit in einem Biosphärenreservat müssen sich nicht widersprechen“, erklärt Frank Jehring als Geschäftsführer der Betriebsstätte Dodow. Er beglückwünscht die Macher zu ihrem gelungenen Werk, das nicht nur Touristen anspräche, sondern einen umfassenden Einblick in das Leben einer wundervollen Landschaft vermittele.

Dass die Fotosafari ihnen die Heimat in einem völlig neuen Licht gezeigt habe, betonen die drei Fotografen des Bildbandes Volker Bohlmann, Christoph Völzer, beide aus Rehna, und Dirk Eisermann aus Hamburg. Letzterer habe über 45 Tage für die Fotoreportagen recherchiert und dabei mit seinem VW-Caddy 7216 Kilometer zurückgelegt, berichtet er. Von akribischer Planung, sehr viel Geduld und noch mehr Zeit, die man sich in diesem Metier einfach nehmen müsse, spricht Völzer, der unter anderem das Bild eines seltenen Eisvogels, eines fliegenden Diamanten, wie ihn Ornithologen liebevoll nennen, beigesteuert hat. „Erzwingen lässt sich in der Tierfotografie absolut gar nichts.“

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