Picher : Das Spiel der Finger und Hände

Töpfermeister Alexander von Stenglin und seine aus gebrannter Erde gefertigten Gartengefäße.  Fotos: Thorsten Meier/privat
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Töpfermeister Alexander von Stenglin und seine aus gebrannter Erde gefertigten Gartengefäße. Fotos: Thorsten Meier/privat

Schmuckgestalterin Isabel Lange zeigt in Frühlingsausstellung am 26. April Neues auf Eichenhof bei Kat und Alexander von Stenglin

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15. April 2015, 15:55 Uhr

Erde, Wasser und Feuer. Drei Grundelemente, die sich eigentlich widerstreben und dennoch in der Kunst des Töpferns vereinigen.

Einer, der dieses Ritual mittlerweile meisterhaft beherrscht, sich und den Ton regelmäßig neu erfindet, ist der Keramiker Alexander von Stenglin. Kneten, Drehen, Formen, Verzieren und Brennen, alles Arbeitsvorgänge, die immer öfter Einzigartiges in seine Welt der sichtbaren Dinge transportiert. Zeugen dieses Schaffensprozesses sind nicht nur die beliebten Alltagsutensilien mit der unverwechselbaren Stenglin’schen Handschrift sondern neuerdings auch Terrakotta-Objekte wie Blumenkübel und Vogelhäuser.

„Die gebrannte Erde, wie Terrakotta übersetzt heißt, findet auch hierzulande immer mehr Freunde. Besonders bei der Gartengestaltung werden Gefäße aus diesem sehr eisenhaltigen Ton gerne eingesetzt“, erklärt der Töpfermeister, der die großen Keramiken in wochenlanger Winterarbeit schuf. „Man braucht sehr viel Vorlauf, weil große Sachen, die ja massiv gebaut sind, langsam trocken müssen, bevor man sie brennen kann.“ Es habe ihm viel Spaß gemacht, etwas für den Frühling zu schaffen. „Die Vorfreude hat mich unheimlich inspiriert“, gesteht der 53-Jährige. Die kreativen Ergebnisse will Stenglin am Sonntag, dem 26. April, von 11 bis 18 Uhr auf seinem Eichenhof zeigen.

Gezeigt werden sollen aber auch die einmalig schönen Kissenbezüge und Decken aus selbstgesponnener und nur mit Naturfarben gefärbten Schafswolle. Sie sind in Flachweberei auferstanden. Grafische Arbeiten, sogenannte Gobelins, erleben ihre Geburt am Hochwebstuhl. Dafür zeichnet Kat von Stenglin verantwortlich. Sie ist Handwebermeisterin und immer auf der Suche nach uralten Rezepturen. Indigo-Blau, Pink und Türkis, das sind die diesjährig vorherrschenden Farben ihrer Webkunst, die man nicht nur anfühlen, sondern bei Wolle und Leinen auch riechen kann.

Dritte im Bunde wird bei der Frühlingsausstellung Isabel Lange aus Bredeneek sein, in Schmuck und Gestaltung bestens bewandert. Auch bei ihr treten Finger und Hände ins Spiel ein, wenn sie ihre Leidenschaft für Metall und Feuer ausleben kann. So entstehen nicht nur Schmuck sondern auch Figürliches für drinnen und draußen.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Donnerstag.

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