zur Navigation springen

15 Männer eiskalt getötet : Das Massaker am Bahnhof von Zarrentin

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ungesühnte Bluttat vom 2. Mai 1945 beschäftigt auch heute noch den Boissower Udo Beschoner, den Sohn eines der von Amerikanern wahllos Erschossenen

von
erstellt am 17.Mai.2015 | 16:38 Uhr

„Mein Vater war vermutlich zur falschen Zeit am falschen Ort“, sagt Udo Beschoner mit sachlicher Stimme. Doch tief in seinem Innersten ist der 74-Jährige aufgewühlt, denkt er an den 2. Mai 1945 und das unfassbare Massaker am Zarrentiner Bahnhof. „Er war bei der Schwester in der Rosenstraße. Zusammen mit einem Kameraden hatte er dort Gartenarbeit verrichtet, als das Unheil seinen Lauf nahm.“

Den Einwohnern der Stadt wurde durch den Ausrufer Hans Schwan der Tod Hitlers und das Ende des Krieges verkündet. Als in den Mittagsstunden eine afro-amerikanische Einheit der motorisierten schweren Artillerie in der Bahnhofstrasse parkte und auf den Befehl zur Weiterfahrt wartete, Einwohner sich in ersten Gesprächen mit den teils farbigen Besatzungen versuchten, fielen gegen 15 Uhr plötzlich Schüsse aus der Richtung des Bahnhofs in die Kolonne und verletzten einen amerikanischen Soldaten am Arm. In Windeseile verliessen die Geschützmannschaften die Fahrzeuge, riegelten das Bahnhofsgelände ab, holten alle sichtbaren männlichen Personen aus dem Bahnhofsgebäude und aus dem besagten Fahrzeug heraus und erschossen sie. „Insgesamt wurden wahllos 15 Männer eiskalt erschossen. Zwei von ihnen waren mein Vater Adolf und sein Kumpel, die sich nichtsahnend zur Rampe des Güterbahnhofes begeben hatten. Dort hatten die Alliierten auf der Rampe ein Maschinengewehr in Stellung gebracht. Das war dort, wo heute der Aldi-Parkplatz ist“, berichtet Udo Beschoner. Lesen Sie den ganzen Beitrag in der Montagsausgabe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen