zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

20. November 2017 | 03:21 Uhr

Hagenow : Das Mädchen vom Lande...

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Nicole Gottschall ist Geschäftsführerin des Bauernverbandes und liebt neben ihrer Arbeit vor allem die Menschen der Region.

svz.de von
erstellt am 21.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Sie ist 32 Jahre, ein wahrer Sonnenschein, eine akribische Arbeiterin und quasi die Interessenvertreterin der Bauern im Altkreis. Nicole Gottschall liebt ihre Arbeit als Geschäftsführerin des Bauernverbandes Ludwigslust. Doch im Interview mit SVZ-Redakteur Mario Kuska offenbart die Retgendorferin auch ganz neue, bisher unentdeckte Seiten.

Gebürtig aus Nordwestmecklenburg ist sie in ihrer Familie mit der Landwirtschaft aufgewachsen. Die kaufmännische Ausbildung bei einem Landhandel und das Studium im Agrarsektor legten den Grundstein für den Berufsweg. 230 Mitglieder unterstützt sie derzeit in ihren Mitgliedsbetrieben - viel Verantwortung. Agrarpolitik, Tier- und Pflanzenproduktion, Betriebswirtschaft, Umwelt, Recht, Öffentlichkeitsarbeit, Bildung, Betriebswirtschaft und Soziales - langweilig wird es nie. Doch was es neben ihrem spannenden Job noch alles gibt und wofür sie sich interessiert, das beantwortet Nicole Gottschall in unseren beliebten Fragen zum Wochenende.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Wer etwas möchte, findet Wege. Wer etwas nicht möchte, findet Gründe. Und das Zweite: Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Am Wasser - ganz egal wo.

Als Kind eher die Puppe oder die Schaufel?

Weder noch! Ich war immer mit einem Ball unterwegs. Handball und Fußball haben es mir bis heute angetan. Ich trainiere kleine Handballerinnen.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit dem Schreiben von Zeitungsartikeln und Laboranalysen während der Getreide- und Rapsernte.

Wofür haben Sie es dann ausgegeben?
Ich habe keine Ahnung mehr. Vermutlich für Benzin für mein Motorrad.
Wo findet man Sie am ehesten?
Bei der Arbeit oder beim Sport in der Sporthalle.

Was stört Sie an anderen?
Arroganz und Selbstdarstellung!

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Es gibt nicht einen, sondern zwei persönliche Helden. Leider sind beide nicht mehr unter uns - meine beiden Opas. Sie konnten alles, haben alles gemacht, waren immer für alle da und hatten dabei nie schlechte Laune, sondern waren im Gegenteil immer freundlich, zuvorkommend, hilfsbereit, lustig und herzlich. Meine Eltern vertreten die beiden aber würdig.

Was bedeutet Ihnen persönlich Glück?
Gesundheit und Zufriedenheit und Menschen, die mir nahestehen, um mich zu haben.

Sind Sie eher ein Bauch- oder ein Kopfmensch?
Als Sternzeichen Waage muss ich diese Frage mit einem konsequenten „beides“ beantworten. Es wird immer schön abgewogen.

Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Von viel zu viel bis gähnende Leere ist alles dabei. Da ich so gut wie alles esse und davon am liebsten viel, kann ich diese Frage nicht eindeutig beantworten.

Welchen Wunsch wollen Sie sich noch erfüllen?
Ein Wohnmobil und/oder eine Weltreise wären toll.

Wen würden Sie gern mal auf einen Becher Kaffee treffen?
Da gibt es wohl einige. Spontan fallen mir zwei ein. Beruflich: Barbara Hendricks. Wir haben da noch etwas aus dem Februar 2017 zu klären. Am liebsten wäre mir da ein Kaffee to go, um währenddessen die Besichtigung eines Landwirtschaftsbetriebes in unserer Region vornehmen zu können. Privat: Silvio Heinevetter. Einer der besten Handballtorhüter, der dabei auch noch toll aussieht.

Können Sie sich mit nur einem einzigen Wort beschreiben?
Das ist schwer. Ich würde es mit „aufgeschlossen“ probieren.

Wenn Sie kochen oder Essen gehen, welche Küche Bevorzugen Sie?
Situations- und appetitabhängig, da ich ja gerne esse und das am liebsten gut und viel. Die drei Favoriten sind wohl deutsch, italienisch und griechisch.

Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Meine Schwester

Wo ist für Sie Heimat?
Nord- und Südwestmecklenburg - Leben und Arbeiten, wo andere Urlaub machen und dabei Familie und Freunde um sich haben. Was kann es schöneres geben?!

Welches Buch lesen Sie gerade?
Brausepulverherz von Leonie Lastella

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Da, wo ich jetzt auch bin.
Hier geht es mir gut. Ich fühle mich wohl und es gibt noch vieles zu entdecken und zu beackern. Außerdem habe ich die Menschen, die mir wichtig sind, nah bei mir.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer ersten Reise?
Es war nicht meine erste Reise, aber meine erste Reise ganz alleine ohne Familie und ohne Freunde, als ich im Juli 2008 mit dem Zug nach Moskau und dann weiter nach Kazan gereist bin, um dort vier Monate zu leben und zu arbeiten. Zu Beginn war es Aufregung und Nervosität pur. In der Summe war es eine schöne, aber auch anstrengende Zeit mit vielen Erfahrungen und Erinnerungen. Ich lebte in einem kleinen, ärmlichen Ort ohne befestigte Straßen und Fließendwasser. Aber die Menschen waren meist glücklich und zufrieden.

Wem sollten wir diese Fragen einmal stellen?
Rüdiger Strauß, den Geschäftsführer der UFAT in Wöbbelin.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen