Das Leben ist bunt, Sexualität auch

Gerhard Soyka (v.l.), Frederik Petersen, Timo Fahlbusch, Daniel Lück und Alice Pippig.
Gerhard Soyka (v.l.), Frederik Petersen, Timo Fahlbusch, Daniel Lück und Alice Pippig.

Schulprojekt von „SchLAu-Lüneburg“ zur sexuellen Orientierung und Vielfalt gestern in der zehnten Klasse an der Oberschule

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24. März 2015, 13:39 Uhr

Das Leben ist bunt und nicht in irgendwelche Normen zu zwängen. Genauso verhält es sich mit der Sexualität. Nicht alle Jungs stehen auf Mädchen und nicht alle Mädchen auf Jungs. Es gibt Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle und eigentlich weiß das auch jeder. Aber mit der Toleranz gegenüber Menschen, die eine andere sexuelle Orientierung haben, ist es manchmal nicht weit her.

Um Jugendliche für die Vielfalt sexueller Orientierung zu sensibilisieren, um Vorurteile abzubauen und die Akzeptanz gegenüber Personen mit einer anderen Orientierung als der heterosexuellen zu erhöhen, gibt es das landesweite Netzwerk SchLAu Niedersachsen, in dem lokale Schulaufklärungsprojekte zusammengefasst sind.

Von SchLAu Lüneburg waren gestern vier junge Männer an der Oberschule in Neuhaus. Frederik Petersen, Gerhard Soyka, Timo Fahlbush und Daniel Lück gehen als Ehrenamtler in Schulklassen, kommen mit den Schülern ins Gespräch und erarbeiten gemeinsam mit ihnen dieses Thema. Es geht ausdrücklich nicht um sexuelle Aufklärung oder Aufklärung von Sexualpraktiken, sondern darum, auf die Vielfalt von Lebensweisen hinzuweisen. „Es gibt immer noch zu viel Unwissenheit und auch Angst in der Gesellschaft, was eigentlich nicht mehr sein muss“, äußerte sich Daniel Lück gegenüber SVZ. Die Mitglieder im SchLAu-Netz werk sind junge Leute im Alter zwischen 17 bis 30 Jahren, die alle entweder selber eine andere als die heterosexuelle Orientierung haben oder Erfahrungen aus ihrer Familie mitbringen. Dieser autobiografische Ansatz ist dabei besonders wichtig. Die „SchLAu-ler“ wissen, wovon sie reden. Die Schüler können jederzeit Fragen stellen. So ein Workshop dauert zwischen zwei und vier Schulstunden und wird ab Klasse sieben angeboten. „Die Schüler waren, obwohl sie vorher eine dreistündige Klassenarbeit geschrieben haben, sehr interessiert und haben gut mitgemacht“, so Schulsozialarbeiterin Alice Pippig.

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