Feuerwehren : „Das Jahr forderte uns“

Ausgezeichnetes Ehrenamt: Die Kameraden bekamen für ihr langjähriges Engagement das Ehrenzeichen.
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Ausgezeichnetes Ehrenamt: Die Kameraden bekamen für ihr langjähriges Engagement das Ehrenzeichen. 

Wehren aus Lübtheen, Lübbendorf und Garlitz ziehen auf Jahreshauptversammlung Bilanz

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17. Januar 2016, 21:00 Uhr

Auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren in Lübtheen waren sich alle einig: die neue Kleiderkammer ist eine große Bereicherung für die Wehren. „Es wurde lange darüber diskutiert, aber ich denke, jetzt sind wir froh, dass wir die Kleiderkammer haben“, bringt es Bürgermeisterin Ute Lindenau auf den Punkt. „Es muss nicht immer die neueste Kleidung sein. Durch die Kleiderkammer konnten wir viele Kameraden ausstatten und sparen dabei“, fasst auch Gemeindewehrführer Friedhelm Matz zusammen. In der Stützpunktfeuerwehr Lübtheen gibt es seit Januar 2015 eine zentrale Kleiderkammer für alle Feuerwehren der Stadt. Somit soll bei der Beschaffung von Einsatzkleidung eingespart werden. Grundsätzlich werden ab jetzt alle Bestellungen von Ausrüstungsgegenständen über diese Kleiderkammer geprüft und dann die erforderlichen Neubeschaffungen über die Gemeindewehrführung an die Verwaltung gegeben.


64 Einsätze stemmten die Kameraden


Bewährt habe sich auch der Zusammenschluss der Feuerwehr Lübtheen mit der Ortswehr Jessenitz und der Ortswehr Gößlow. Derzeit hat die Wehr 110 Mitglieder. Die Kameraden mussten im Jahr 2015 mehr als doppelt so häufig ausrücken als im Vorjahr. „Das Jahr forderte uns mehr als 2014“, berichtet Wehrführer Carsten Blohm auf der Jahreshauptversammlung. Die Kameraden hatten insgesamt 64 Einsätze, davon 49 zur technischen Hilfe, zwölf aufgrund eines Brandes und drei Fehlalarme. Zudem engagierten sich die Kameraden auf zahlreichen Veranstaltungen in der Stadt und in den Ortsteilen.

Ähnlich ging es auch den Kameraden der anderen Wehren. Die Freiwillige Feuerwehr Lübbendorf rückte noch nie so häufig zu Einsätzen aus. „Das ist die höchste Einsatzzahl, die wir je hatten“, betont Wehrführer Dirk Steinhäuser. 22 Einsätze mussten die Kameraden stemmen, 15 Hilfeleistungseinsätze und sieben Brandeinsätze. Die Wehr verfügt derzeit über 36 Mitglieder – in einem Dorf mit rund 120 Einwohnern spiegele das schon die Anerkennung wider, so Steinhäuser. „In Garlitz blieben die Einsätze im Jahr 2015 zum Glück übersichtlich“, berichtet Wehrführer Thomas Hauschild.

Als vorweihnachtliches Geschenk konnte sich die Feuerwehr Lübtheen über das neue Einsatzleitfahrzeug ELW 1 freuen, das aus Ilmenau übernommen wurde. Damit hat die Wehr nun wieder ein den DIN-Normen entsprechendes Einsatzmittel zur Verfügung. Es besteht damit die Möglichkeit flexibel die Arbeit vor Ort zu leisten, wie es sonst nur vom Gerätehaus möglich gewesen wäre. Durch Fördermittel des Landkreises und die Unterstützung der Stadt steht den Kameraden auch ein neuer Rettungszylinder zur Verfügung, der bei Bergungen in der Unfallrettung unterstützt.


Fünf Anwärter in die Wehr aufgenommen


Auch die Jugendfeuerwehr engagierte sich im Jahr 2015 bei zahlreichen Veranstaltungen, nahm an einer Vielzahl von Wettbewerben teil und präsentierte die Wehren im gesamten Land. Derzeit gibt es 59 Mitglieder, 37 Jungen und 22 Mädchen. 15 von ihnen sind in der Floriangruppe aktiv, die sich im Jahr 2005 gegründete und eine der ersten überhaupt war. Fünf junge Kameraden wurden auf der Jahreshauptversammlung als Feuerwehranwärter in der Feuerwehr Lübtheen begrüßt. „Unter ihnen sind sogar zwei Gründungsmitglieder der Floriangruppe“, weiß Andre Metelmann zu berichten.

Das nächste Augenmerk im Bereich der Feuerwehren liegt in diesem Jahr auf eine Unterbringung des Einsatzfahrzeuges der FFW Lübbendorf sowie einer Ersatzbeschaffung für den LG 16 – ein Einsatzfahrzeug mit Drehleiter. „Das Auto hat das Baujahr 1973. Noch ist es einsatzbereit, aber es entspricht nicht mehr den Normen“, so Blohm. Geplant ist ein neues Fahrzeug, das HLF 20. Für die Ausstattung werden bereits über drei Jahre Ausrüstungsgegenstände mit Förderung durch den Landkreis Ludwigslust-Parchim beschafft, um die Gesamtkosten des Fahrzeuges zu senken, so die Bürgermeisterin.



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