Zarrentin : Das Jahr der vielen Spatenstiche

Spatenstich für das künftige Ärztehaus Zarrentins, das war im April dieses Jahres und nicht der letzte Griff zum Spaten.
Spatenstich für das künftige Ärztehaus Zarrentins, das war im April dieses Jahres und nicht der letzte Griff zum Spaten.

Zarrentin will auch 2020 in dem Tempo weitermachen: Bürgernahe können nach der Wahl noch klarer die Vertretung dominieren

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31. Dezember 2019, 05:00 Uhr

Keine Frage, die Klosterstadt hat mit ihrer Dynamik und vielen Vorhaben ihre Mitbewerber in der Region in diesem Jahr in den Schatten gestellt. Dabei ist mit dem größten Projekt, dem Schulcampus für 36 Millionen Euro ja noch nicht einmal begonnen worden. Doch es wäre falsch, die Stadt am Schaalsee nur auf die Neubauten oder den Zuzug aus dem nahen Hamburg und die immer noch in Teilen marode Infrastruktur zu reduzieren. Die Stadt lebt sehr von ihren Vereinen und Bürgern und natürlich auch von ihrer Lage.

Ein Tanzstudio hat Zarrentin auch schon lange, nur heißt es hier „Powerdance“. Die Formation mit ihrer Leiterin Iris Knaak hat in diesem Jahr den 25. Geburtstag gefeiert.

Erst vor ein paar Tagen gab es den großen Adventsmarkt am Kloster, veranstaltet vom rührigen Gewerbe- und Tourismusverein. Nur zwei Beispiele für ein reges Vereinsleben. Dazu kommt, dass mit der Feuerwehr und der DLRG-Gruppe zwei sehr leistungsstarke Einheiten immer bereit stehen. Die Stadt leistet sich einen aktiven Jugendklub, sie will aus dem Bahnhof ein Mehrgenerationenhaus machen, sich um die Verbesserung der Einkaufsmöglichkeiten und nicht zuletzt um den Nahverkehr kümmern.

Politisch hat das vergangenen Jahr mit seinen Kommunalwahlen für sehr klare Verhältnisse gesorgt. Die Bewegung „Bürgernahe für Bürgernähe“ erhielt 58,91 Prozent der Stimmen, bei der Wahl zuvor waren es noch 40,81 Prozent gewesen. Einer der maßgeblichen Gründer ist Bürgermeister Klaus Draeger, der dieses Mal bei der Wahl zum Bürgermeister auf 86,97 Prozent kam. Bei der vorhergehenden Wahl waren es noch 62,81 Prozent für ihn gewesen. Derart gestärkt hat der immer noch ehrenamtlich tätige Bürgermeister aufs Tempo gedrückt. Mit dem Ergebnis, das das lange versprochene Ärztehaus genauso im Bau ist wie die Komplexe für das betreute Wohnen. Nur der eigentlich geplante Weiterbau im Baugebiet Schaalseehof ist nach dem gerichtlichen Streit mit dem BUND gestoppt. Hier ist sich die Stadt mit dem Investor, der ewp-Gruppe mit Sitz in Wittenburg einig, dass auch die Grundstücke für mehr als 15 geplante Eigenheime bebaut werden können. Einen entsprechenden Antrag wollte die Stadt Zarrentin noch in diesem Jahr stellen.

Ungeachtet dessen war 2019 das Jahr der vielen Spatenstiche und auch Übergaben. Erst vor wenigen Tagen sind zwei sanierte Straßenzüge rund um die Kita übergeben worden. Zu den kleineren, aber dennoch wichtigen Vorhaben zählte auch die Sanierung der Bahnhofstraße oder die Übergabe der Brücke zur Stintenburg.

Auch Zarrentin ist eben nur ein relativ kleiner Zentralort mit verstreut liegenden Ortsteilen. Umso wichtiger sind dann Vorhaben wie der Neubau des Verwaltungsgebäudes neben dem Kloster. Auch hier wird längst gebaut.

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