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Hagenower Kreisblatt

24. November 2017 | 23:37 Uhr

Lobetal : Das große Los gezogen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Neubau in Lübtheen wird mit 300 000 Euro der Deutschen Fernsehlotterie gefördert / Eröffnung im März

von
erstellt am 02.Jan.2015 | 11:25 Uhr

Die Verantwortlichen der Lobetal gGmbH haben in diesen Tagen allen Grund zur Freude, denn der Neubau in Lübtheen wird zusätzlich mit 300 000 Euro aus Mitteln der Deutschen Fernsehlotterie gefördert. Vergeben wird das über die Stiftung Deutsches Hilfswerk und soll vor allem der Kurzzeitpflege zugute kommen. Die Lobetaler hatten zu Beginn des Jahres 2014 einen Förderantrag gestellt und damit jetzt Erfolg. Geschäftsführer Norbert Zobel sagte: „Wir freuen uns tatsächlich sehr über dieses Geld als Teil der Finanzierung. Die stattliche Summe wird eingesetzt, um der neuen Einrichtung baulich aber auch vom Interieur eine besondere Güte zu verleihen.“ Der gesamte Neubau für eine neue Einrichtung zur Tagespflege als auch zur Kurzzeitpflege wird inklusive Einrichtung um die zwei Millionen Euro kosten.

Kurzzeitpflege wird inklusive Einrichtung um die zwei Millionen Euro kosten.

Die Eröffnung soll bereits in wenigen Wochen stattfinden, die Bauarbeiter haben die Chancen des bisher milden Winters genutzt.  Im Gegensatz zu vielen anderen Baustellen herrschte im Neubau der Lobetal gGmbH auch keine Feiertagsruhe. Zwischen den Feiertagen lief der Innenausbau durchaus weiter, der Vorsprung im Zeitplan wurde ausgebaut.

Vor allem die Krankenhäuser in der ganzen Region warteten schon auf die Eröffnung der so genannten Kurzzeitpflege. Weil Krankenhäuser ja nur noch nach Fallpauschalen bezahlt werden und das Prinzip ambulanter vor stationäre Pflege gilt, werden Plätze z. B. für die Nachsorge nach Operationen benötigt.  Zobel: „Wir haben jetzt schon viele Nachfragen, weil es diese Plätze hier kaum gibt. Die Verweildauer von Patienten im Krankenhaus ist heute merklich verkürzt, nachdem mit den Krankenkassen wegen der Pauschalen nicht mehr nach Pflegetagen abgerechnet werden kann. Das bedeutet, die Krankenpflege muss oft zu Hause, durch einen ambulanten Dienst oder eben durch die Kurzzeitpflege, wie wir sie anbieten, abgedeckt werden.“

Das zweite Standbein im Neubau wird die Tagespflege sein, deren Kapazität von bisher 12 auf 24 Plätze aufgestockt wird. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Mit dem Neubau werden sich die Bedingungen für alle, auch für die Pfleger, grundlegend ändern. Schon im Rohbau war erkennbar, das man künftig in anderen Dimensionen arbeiten kann.

Mit der Tagespflege hat man in Lobetal schon langjährige Erfahrungen gesammelt. Vor allem für Bedürftige, die eben die Bindung zur Familie nicht komplett aufgeben wollen, ist das eine Alternative. Und natürlich für die Angehörigen, die ihren Alltag weiterleben können und ihre Älteren betreut wissen, auch.

Schon jetzt ist Lobetal als Komplexeinrichtung mit dem Altenpflegeheim, dem Pflegehotel, den Angeboten zu altersgerechtem Wohnen, dem Dienst Essen auf Rädern und der Tagespflege aktiv. Und mit künftig mehr als 160 Beschäftigten auch einer der wichtigen Arbeitgeber in der Region. Da passt es gut, dass zeitgleich mit dem Neubau auch die Sozialräume für viele Beschäftige umfassend erneuert und ausgebaut werden. Mit hohem Aufwand in alter Bausubstanz. Gebaut werden nicht nur neue Umkleide- und Sanitärräume sondern auch ein Ruhe- und Entspannungsbereich für die Pausen.

Die Eröffnung des Neubaus, so schwebt es der Geschäftsführung vor, soll ein wichtiges Ereignis für die Region werden. Norbert Zobel setzt viel daran, dass Bundessozialministerin Manuela Schwesig persönlich kommt. Aber auch der Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt wird eingeladen, schließlich sitzt der auch im Gesundheitsausschuss des Bundestages.  Denn am Ende ist die gesamte Einrichtung in Lobetal ein  Ausdruck der demographischen Entwicklung  mit einer älter werdenden Bevölkerung.

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