Weihnachtsrock Hagenow : Das Fest der etwas härteren Klänge

Volles Haus, schon früh am Abend. Die Stimmung beim Weihnachtsrock im „Mecki“ lässt sich mit sehr entspannt beschreiben.  Fotos: Mayk Pohle
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Volles Haus, schon früh am Abend. Die Stimmung beim Weihnachtsrock im „Mecki“ lässt sich mit sehr entspannt beschreiben. Fotos: Mayk Pohle

Hagenow erlebte den mit Abstand besten Weihnachtsrock seit vielen Jahren. Gedenkminute für Martin Giesenhagen - alle Eindrücke in unserer Galerie

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27. Dezember 2016, 05:00 Uhr

Die Heldin des Abends heißt Emma, ist 12 Jahre alt und scheint so etwas wie Lampenfieber nicht zu kennen. Denn das Mädchen stellte sich gleich zweimal ganz allein auf die Bühne und lieferte solo zwei Gesangsnummern ab, die viele im „Mecki“ schwer beeindruckten. Und spätestens bei „Nothing else matters“ waren auch die letzten Zweifler auf der Seite der kleinen Sängerin, die als Tochter des „Schmieds“ der Hauptband „Ragnaröek“ schon einiges erlebt hat.

Abwechslungsreich, sehr gut besucht und wie immer liebevoll organisiert, dieses Urteil lässt sich über den diesjährigen Weihnachtsrock fällen. Schon sehr früh am Abend entspannten sich die Gesichter der Organisatoren, denn es war früh voll wie noch nie, und der Ansturm der Feierwilligen ließ auch am Abend nicht nach. Der Weihnachtsrock ist erwachsen geworden. Zum Erfolg trug auch bei, dass mit „Ragnaröek“ eine Kulttruppe der Region als Hauptband gewonnen werden konnte.

 

Doch bevor es ans Feiern ging, wurde eines traurigen Anlasses gedacht. Christian Jessel erinnerte in der Schweigeminute an den gerade erst verstorbenen Inhaber des „Mecki“, Martin Giesenhagen. „Wir alle haben es einer Familie zu verdanken, dass wir hier heute feiern können.“

Den musikalischen Startpunkt setzte dann die ihren Kinderschuhen längst entwachsene Nachwuchsband „Next One“. Die Mädels und Jungs wurden gefeiert wie selten. Das lag zum einen an ihrem guten Auftritt, zum anderen scheint festzustehen, dass die Truppe in der Zusammensetzung des Abends wohl nie mehr spielen wird. Die Wege der Bandmitglieder trennen sich halt.

Für ungewohnt frischen Wind sorgte dann später Punkrocker Bernd Wand aus Bremen mit seiner Band. Auch wenn es nicht jedem gefiel, kam das Experiment der Organisatoren doch gut an.

Und dann, die Mittelalter-Rocker von Ragnaröek, die ab 23.20 Uhr das Kommando auf der Bühne übernahmen und einen ausgesprochen guten Abend mit einem gut gelaunten und entspannten Publikum erwischten.

Neben der Musik gab es aber auch die kleinen Höhepunkte und Besonderheiten. So lebt der Weihnachtsrock von der zahlenmäßig beachtlichen Schar vieler Helfer, die auch ihre Familien einbeziehen. Zu den schon unverzichtbaren Gästen gehört aber auch Whisky-Guru Rainer Koch, der mit einer Auswahl erlesener Tropfen den ganzen Abend gut zu tun hatte und keinen Wunsch in Sachen Trinkgenuss offenließ.

Natürlich bewegte viele Gäste am Abend und in der Nacht die Frage, wie es mit dem „Mecki“ weitergehen kann. Doch darauf kann derzeit noch niemand eine Antwort geben.

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