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Hagenower Kreisblatt

18. Dezember 2017 | 15:30 Uhr

Hagenow : „Das bisher wohl größte Treffen“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Viele Gäste beim 16. Oldtimertreffen auf dem Festplatz. Aussteller und Veranstalter waren zufrieden und zogen positive Bilanz

svz.de von
erstellt am 20.Aug.2017 | 21:00 Uhr

„Das Flair hier ist einfach besonders“, sagt Andree Ahlers. Der Boizenburger ist jedes Jahr beim Oldtimertreffen in Hagenow dabei. „Anfangs war es ja noch viel kleiner und nur direkt auf dem Platz. Dieses Jahr ist es das bisher wohl größte Treffen“, meint Ahlers, als er seinen Stand für den Teilemarkt aufbaut. Und mit dabei hat er auch seinen Wartburg 312 Camping, Baujahr 1965, an der Anhängerkupplung hängt ein kleiner Wohnwagen aus DDR-Zeiten, ein Qek Junior – in diesem verbringen er und seine Freundin das Wochenende. Auf Luxus, so scheint es, müssen sie dabei verzichten. Zum Schlafen und sich auf die Party im Festzelt am Sonnabend vorzubereiten, reicht es aber. „Das Highlight ist abends der Tanz, bei anderen Treffen gibt es sowas nicht. Wir mögen Oldies und meine Freundin hat extra einen Petticoat dabei.“

So wie Andree Ahlers halten es viele Freunde der alten Fahrzeuge. Sie reisen mit Wohnanhängern nach Hagenow und verbringen das Wochenende auf dem Festplatz und unter Freunden. Die Atmosphäre ist familiär und es entwickeln sich schnell Gespräche. Auch Peter Pagel ist Dauergast beim Oldtimertreffen in Hagenow. „Ich war schon beim ersten Treffen dabei und seitdem jedes Jahr, weil es hier gemütlich ist und immer etwas neues gibt“, erzählt er. Angereist ist der Lübtheener mit einem umgebauten Deutz–Traktor. „Original ist er aus dem Jahr 1941. Umgebaut wurde er dann 1957.“ Stolz ist Peter Pagel aber nicht nur auf seinen Traktor, sondern auch auf den Zirkuswagen, den er damit zieht. „Den habe ich selbst gebaut. Ein echter Zirkuswagen ist mir zu teuer.“ Ein Jahr habe er daran gesessen bis es die TÜV–Abnahme gab. Nun zieht er einen, im Gegensatz zum kleinen Qek Junior, komfortablen Wohnwagen hinter sich her – mit Dusche, Küche, Bett und sogar einem kleinen Ofen, für kalte Tage.

Gebraucht hat er den beim Treffen in Hagenow wohl eher nicht. Das Wetter meinte es über das Wochenende gut mit dem Veranstalter. „Das hat sehr gut gepasst“, so ein zufriedener Maik Rühmling, der Organisator. „Besucher haben wir auch mehr als im letzen Jahr. Wir mussten am Sonnabend zwischenzeitlich den Platz schließen.“ Damit meinte er nicht, dass keine Zuschauer mehr reingelassen wurden. Der Andrang an Fahrzeugen sei zu groß gewesen – mehr als auf den Festplatz passen würden – so sei das eben bei offenen Treffen. „Der Sonnabend war schon der Hammer“, zog Rühmling Bilanz.

Aber auch mit dem Sonntag kann der Oldtimer Club Hagenow e.V. als Veranstalter durchaus zufrieden sein. Zwar waren nicht mehr so viele Autos auf dem Platz und das Treffen klang langsam aus, dafür konnten die Gäste sich in Ruhe mit den Ausstellern austauschen. So wie mit Uwe Burmeister und Hans-Jürgen Romann von der Feuerwehr Hagenow. Die beiden hatten mit dem Traditionsfahrzeug der Kameraden einen der drei Preise für die schönsten „Oldies“ bekommen. Der Schlauchkraftwagen des Herstellers Ifa Horch aus dem Jahr 1951 war 44 Jahre lang im Dienst. Seit 1995 kümmern sich nun vier Kameraden um den Erhalt. „Von diesem Typ gibt es nur noch zwei Stück. Einen bei uns und einen in Potsdam“, so Romann. Und es bleibt zu hoffen, dass der Pokal ein gutes Zeichen ist, denn kommende Woche müsse das Fahrzeug zum TÜV. „Aber den kriegt er!“, ist sich Hans-Jürgen Romann sicher.

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