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Pizzaproduktion in Wittenburg : „Damals waren wir alle Lernende“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Dr. Oetker seit 25 Jahren in Wittenburg: Irene Lauenburger ist in dem Pizzawerk eine Mitarbeiterin der ersten Stunde.

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erstellt am 26.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Einst und Jetzt: Ihre  Erfolgsgeschichte gibt es sicherlich nicht alle Tage. Denn Irene Lauenburger  gehört mit zu den Frauen, die vor einem Vierteljahrhundert, in einer Zeit, in der alles möglich war, nur beruflich wie privat nicht sicher, all ihren Mut in eine Waagschale warf und sich bei Dr. Oetker bewarb.

„Ich war zuvor 22 Jahre bei Konsü, also Süßwaren Wittenburg, beschäftigt. Als die Konkurs anmeldeten, erfuhr ich über Mundpropaganda, dass Oetker Leute sucht. Also habe ich mich mit sieben anderen Frauen dort beworben. Und es hat gleich geklappt“, erinnert sich die 63-Jährige an die Anfänge. Sie habe schon ein bisschen Angst vor der Zukunft gehabt, gesteht die gebürtige Wittenburgerin. „Wo bin ich denn bloß hier gelandet?“, sei ihr erster, banger Eindruck gewesen. Ein halbes Jahr habe sie gebraucht, um klarzukommen. Zeit, die man ihr auch eingeräumt habe. „Wir waren ja  alle Lernende, keiner hatte vorher etwas mit Pizza zu tun. Viele Produkte wurden zum Üben aufgestellt und gingen nicht in den Verkauf, vieles musste damals noch von Hand gemacht werden“, berichtet die Oetker-Frau weiter, die schließlich 24 Jahre  im Gewürzraum arbeitet. Dort, wo Mischungen für die Pizzen zusammengestellt werden, um sie dann an die Produktionslinie zu bringen.

„Im Gewürzraum haben wir immer viel gelacht, es herrscht dort eine tolle Stimmung“, betont Irene Lauenburger, die in zwei Monaten in Rente geht.  Bei Oetker habe es ihr immer Spaß gemacht.

„Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell die letzten 25 Jahre vergangen sind“, wundert sich auch Dr. Detlef Förster, der Leiter des Dr. Oetker Werkes seit 2013.  „Wir sind  damals mit Ristorante Salami gestartet, einer Pizza, die noch heute produziert wird“, erzählt der Chef von 960 Mitarbeitern. Auch er ist vor einem Vierteljahrhundert am Produktionsstandort in Wittenburg eingestiegen.  

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte des Pizzaproduktionswerkes im Oktober 1992 mit  gerade einmal 72 Beschäftigten. Heute ist Dr. Oetker  einer der größten Arbeitgeber der Region. „Ein ständiger Umbau und die Modernisierung des Unternehmens waren  unsere ständigen  Begleiter“, erklärt der in Quassel Beheimatete. Heute werde an  fünf Produktionslinien  im Drei-Schicht-System gearbeitet. Acht Sortimente würden hergestellt, weit über 150 Artikel. „Allein von der Ristorante gibt es mittlerweile 23 Varianten“, so Förster stolz. Rund 700000 Tiefkühlpizzen würden  täglich in dem Wittenburger Werk hergestellt.

„Für den Standort im ländlichen Raum sprachen und sprechen nach wie vor die sehr gute Anbindung an die Autobahn sowie die hervorragende Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden“, erklärt  Werksleiter Förster gegenüber unserer Lokalredaktion. „Ich habe Hochachtung vor den Mitarbeitern und ihrem professionellen Umgang mit der stetigen Weiterentwicklung unseres Werkes. Unsere gut ausgebildeten und hochmotivierten Mitarbeiter stellen sich dabei seit vielen Jahren den sich ständig wandelnden Verbraucheranforderungen und betrachten diese Veränderungen als Chance für das Werk und damit für die Marke Dr. Oetker“, zollt Förster der Belegschaft  großes Lob und Anerkennung.

Zu  ihnen gehört auch  Irene Lauenburger als eine  von  vielen mutigen Frauen, die das 25. Jubiläum erst mit möglich machen.

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