Spendenaktion : Crosser sammeln für ihren Dirk

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Nach Brand in der Motorrad-Werkstatt: Vereine aus aus Vellahn, Lübtheen und Plate organisieren Spendentraining für Schweriner Händler Dirk Burmeister

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04. November 2015, 21:00 Uhr

Der Brand bei Motorrad-Burmeister in Schwerin am Montag vor einer Woche hat in der Mecklenburger Szene der Moto-Crosser zu einer bisher beispiellosen Solidaritätsaktion geführt. Gleich mehrere Vereine haben sich zusammengetan, um mit extra eingerichteten Trainingsveranstaltungen Geld für den begnadeten Schrauber, Crossfahrer und Händler Dirk Burmeister zu sammeln.

Das erste Training hat beim MC Lübtheen bereits vor Tagen stattgefunden. An diesem Wochenende sollen zwei weitere Trainingseinheiten in Vellahn und in Plate folgen. Am Sonnabend soll es in Vellahn von 9 bis 12 und nach dem Mittag bis zur Dunkelheit auf der Strecke zur Sache gehen. Am Sonntag soll dann das Training zugunsten des Schweriner Moto-Crossers zu gleichen Zeiten in Plate über die Bühne gehen.

„Dirk ist in unserer Szene wirklich ein Begriff und einer, auf den man sich immer verlassen konnte“, erzählt z. B. Kristian Kucz, dessen 13-jähriger Sohn Henry MotoCross fährt und viel vom Wissen und Geschick Burmeisters profitiert hat. „Alle bei uns wissen, dass man zu Dirk immer kommen konnte, dass einem dort immer geholfen wurde. Und jetzt, wo er Hilfe braucht, haben sich eben die MotoCrosser zusammengetan, um zu helfen“, weiß Kucz.

Und nicht nur er hofft, dass zu den angesetzten Trainingseinheiten besonders viele Fahrer und auch Gäste kommen. „Die Einnahmen gehen an Dirk, das haben die Vereine von Lübtheen, Vellahn und Plate schon beschlossen. Und jeder, der mitmacht, kann entscheiden, wie viel er zusätzlich gibt.“

Und das kann eine Menge sein, wie das erste Training in Lübtheen bewiesen hat. Dort kamen nicht nur hundert Teilnehmer zusammen, es gab auch viel Unterstützung durch Unternehmen, wie dem „Dicken Fritz“ in Picher. Und so kamen bei der ersten Aktion schon einmal 1500 Euro zusammen.

Dirk Burmeister, mit dem unsere Redaktion gestern sprach, konnte zu der Aktion immer wieder nur „Wahnsinn“ sagen. Er selbst will am Wochenende bei den Trainingseinheiten dabei sein. „Ich kann zwar im Moment nicht mehr machen, weil alles weg ist, ich werde aber jeden Trick auspacken, der machbar ist, um den anderen zu helfen. Ich finde das einfach nur klasse, was die anderen hier für mich machen“, war der Schweriner Motorradmann mehr als gerührt und beeindruckt.

Er ist inzwischen dorthin zurückgegehrt, wo er angefangen hat, zu seinen Eltern in den Schweriner Stadtteil Mueß. Eigentlich hatte sich der Motorradmann mit seinem Laden zwischen Goethestraße und Mecklenburgstraße einen Namen gemacht. Doch der ist nun abgebrannt, die Polizei hat den Sachschaden auf eine Million Euro geschätzt. Noch am Tag nach dem Brand hatte Burmeister erklärt, sein Geschäft, in dem er auch wohnte, wieder aufbauen zu wollen. Inzwischen sei ihm mitgeteilt worden, dass es keine Brandstiftung gewesen sei, dass er Versicherungsschutz habe. Wie schnell das alles nun gehe und ob das reichen werde, den Laden wieder aufzubauen, das könne er natürlich noch nicht sagen.

Und genau diese Lücke wollen die Moto-Crosser mit ihren Aktionen wenigstens ein bisschen schließen.

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