Katholische Kirchengemeinde Wittenburg : Christliche Hilfe erfüllt sein Leben

Walter Heckmann und sein „Schatzkästchen“ - seine Werkzeug- und Ersatzteilbox, die täglich zum Einsatz kommt.
Foto:
Walter Heckmann und sein „Schatzkästchen“ - seine Werkzeug- und Ersatzteilbox, die täglich zum Einsatz kommt.

Walter Heckmann ist seit 38 Jahren Hausmeister der Katholische Kirchengemeinde Christus König zu Wittenburg. Uns beantwortete er die beliebten Fragen zum Wochenende.

von
09. September 2017, 12:00 Uhr

Der christliche Glaube als Wertebasis und Lebensmotivation ist für Walter Heckmann so wichtig, wie die Luft zum Atmen. Der gebürtige Pogreßer ist von den Idealen der Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe und Solidarität überzeugt. Er sei weit mehr, als nur ein Hausmeister, sagt er, der in seinem Amt das unverzichtbare „Mädchen für alles“ verkörpert. „Eigentlich wollte ich ja mal Kindergärtner werden, das war zu DDR-Zeiten aber nicht möglich.“ Also habe er damals Maler gelernt, sei arbeitslos geworden und hätte später in Zühr im Altenheim angefangen. Da sei er irgendwie hängengeblieben und so zur Katholischen Kirche gekommen. Mit dem Sozialismus habe er gehadert, sei immer wieder angeeckt. „Doch zum Glück gab es Menschen und Situationen, die mich aus den Schwierigkeiten rausgeholt und vor Schlimmerem bewahrt haben.“ Wahrscheinlich habe das auch mit Gott zu tun, berichtet der einstige Bausoldat, für den Hilfsbereitschaft keine leere Worthülse ist. Denn seit einem Jahr hilft er auch bei der Kleiderkammer der Stadt mit, engagiert sich mit anderen Getreuen in der Mühlenstadt dafür, dass eine Tafel eingerichtet wird.

Die sei ihm eine große Herzensangelegenheit, gesteht der 56-Jährige, als er SVZ-Redakteur Thorsten Meier in einem recht spartanisch eingerichteten Büro der Kirchenverwaltung die beliebten Fragen zum Wochenende beantwortet.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Ich habe ja meinen Glauben, der kann, so glaube ich es jedenfalls, auch Lebensmotto sein.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Zuhause in Pogreß bei der Familie.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Das war in meiner zweijährigen Lehrzeit als Maler. Ich konnte mit dem Meister viel am Wochenende nebenbei arbeiten.
Und wissen Sie noch, wofür Sie es ausgegeben haben?
Oh ja! Für einen Sternrekorder, der musste es einfach sein. Für die rund 800 Ostmark musste ich sehr lange sparen.
Wo findet man Sie am ehesten?
In und bei der Kirche in der Dreilützower Chaussee. Da ist ja mein Arbeitsplatz. Jugendarbeit und Ehrenamtliches mache ich auch.

Was stört Sie an anderen?
Jeder ist, wie er ist. Ich nehme vieles hin, mag es jedoch nicht, wenn jemand mit anderen mies umgeht.
Welche Musik hören Sie am liebsten?
Ich höre jede Musik gern, nichts Spezielles.

Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Wenn sich Dinge zum Guten wenden, plötzlich fremde Menschen auftauchen, die einem helfen.
Sind Sie ein Kopf- oder eher ein Bauchmensch?
Ganz klar ein Kopfmensch. Dann erst folgt der Bauch.
Wonach suchen Sie im Leben?
Aus meinem Glauben heraus für den Glauben unterwegs zu sein.

Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Da fragen Sie besser meine Frau Dagmar. Es ist jedenfalls immer alles drin, da brauche ich mich Gottseidank nicht drum kümmern.
Welchen Wunsch wollen Sie sich noch erfüllen?
Ein eigenes kleines Häuschen kaufen oder bauen. Wir haben jetzt ein altes Haus übernommen und sind immer irgendwie am handwerkeln.
Wen würden Sie gern mal auf einen Becher Kaffee treffen?
Freunde, die sehr weit weg wohnen und man sich deshalb leider so selten sieht.
Können Sie sich mit nur einem einzigen Wort beschreiben?
Oh..., das sollten besser andere beurteilen. Aber ich denke, das Wort gut trifft es wohl am besten.
Wo ist für Sie Heimat?
In Deutschland. Ich möchte nicht woanders wohnen.
Wenn Sie kochen oder Essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Die von meiner Frau, sie kocht sehr abwechslungsreich. Ein Lieblingsrezept habe ich aber nicht.
Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf meine Familie.

Welches ist für Sie das schönste Wort?

Liebe

Was bedeutet Ihnen die Liebe?

Vor allem Geborgenheit und sich seelisch getragen sowie aufgehoben fühlen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen