Lebensmittelmarkt in Kaarßen vor dem Aus : Chancen ausloten für den Konsum

<fettakgl>Was soll werden </fettakgl>ohne Konsum, fragten sich die Demonstranten am 12. März in Kaarßen. Foto: Maria Nielsen
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Was soll werden ohne Konsum, fragten sich die Demonstranten am 12. März in Kaarßen. Foto: Maria Nielsen

Der Konsum in Kaarßen steht vor der Schließung. Ein Schock für alle, die sich hier mit Lebensmitteln versorgen. Bürger organisierten eine spontane Demonstration für den Erhalt des Ladens.

svz.de von
29. März 2013, 06:33 Uhr

Kaarßen | Der Konsum in Kaarßen steht vor der Schließung, ein Schock nicht nur für die Verkäuferinnen, sondern auch für alle, die sich hier mit Lebensmitteln versorgen. Als Bürger erfuhren, dass sich Vorstandsmitglied Jan-Michael Kappe Mitte März zu einem Gespräch in Kaarßen angekündigt hatte, organisierten sie eine spontane Demonstration für den Erhalt des Ladens.

Doch dabei beließen sie es nicht. Karin Toben, Klaus Teige und Angelika Hoffmann wandten sich mit einem offenen Brief an die Konsumgenossenschaft und schickten diesen Brief auch an den Landkreis. Im Antwortbrief aus Hagenow wird noch einmal von zwingenden Gründen gesprochen, da sich die Gesamtsituation der Genossenschaft in den vergangenen Jahren erheblich verschlechtert und Kaarßen in den vergangenen fünf Jahren immer ein Minus eingefahren habe. Landrat Manfred Nahrstedt führte zusammen mit Jürgen Enkelmann von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Lüneburg inzwischen ein Gespräch mit dem Vorstand. "Wir haben unsere Situation dargestellt und klar gemacht, dass wir schließen werden", sagte Jan-Michel Kappe auf Nachfrage von SVZ. Nahrstedt und Enkelmann hätten Verständnis gezeigt. Man will bei der Wirtschaftsförderung nach Fördermöglichkeiten für eine alternative Lösung suchen. Wie die aussehen könnte, war für SVZ telefonisch gestern nicht zu erfahren.

Inzwischen hat die Genossenschaft mit zwei Bewerberinnen gesprochen, aber Konkretes zeichnet sich bisher noch nicht ab, wie Knappe erläuterte. Karin Toben, Frank Fajta und Joachim Müller haben als SPD-Mitglieder an den neuen Wirtschaftsminister Olaf Lies geschrieben, aber bisher keine Antwort erhalten.

Inzwischen kursiert ein Gerücht, dass die Schließung schon zum 30. April erfolgen soll. Dazu gab es von der Genossenchaft keine klare Antwort. In der Bevölkerung ist das Interesse an einer Lösung groß. In naher Zukunft sollen auf einer Ortsversammlung Lösungsansätze diskutiert werden.

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