Elbfähre : „Carmen“ wieder schick in Schuss

Sofaloß „Carmen“ wartet Anleger auf die Gäste.
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Sofaloß „Carmen“ wartet Anleger auf die Gäste.

Die Elbefloßfahrten gibt es schon seit zehn Jahren. Nun wurde eine Zweigstelle in Hitzacker aufgemacht

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25. März 2016, 16:00 Uhr

Zurzeit wird im Winterlager noch gestrichen, ausgebessert, in Stand gesetzt, aber demnächst sind Carmen, Esmeralda, Dolores und die beiden kleinen Flöße der Elbefloßfahrten von Manfred Ruffing wieder schick in Schuss und werden zu Wasser gelassen. Dann können Fahrgäste die Fahrten auf der Elbe genießen, entweder ganz still oder mit einem Naturführer, der eine Menge zu erzählen weiß, oder mit vielen anderen, um zu feiern.

Seit zehn Jahren schippern Ruffing und seine Leute mit den Flößen, darunter zwei solargetriebene Großflöße und die „Carmen“ mit dem bequemen Sofa, auf der Elbe zwischen Hitzacker und Bleckede. Jetzt hat es eine entscheidende Änderung im Floßbetrieb gegeben. Mit der Eröffnung eines Büros in zentraler Lage in Hitzacker werden alle Floßfahrten von dort aus gemanagt.

„Das heißt nicht, das der ganze Floßbetrieb dort hin verlagert ist, der Betrieb hat seinen Sitz weiter in Neuhaus“, konnte Manfred Ruffing zum Beispiel Bürgermeisterin Grit Richter beruhigen, die zur Eröffnung des Büros nach Hitzacker gekommen war. Aber in Hitzacker ist man nun näher dran an potenziellen, weiteren Kunden. Dann werde es in Zukunft in Hitzacker drei Anbieter geben, so Ruffing.: die Reederei Heckert mit ihrem Fahrgastschiff, seine Elbefloßfahrten und die Reederin Claudia Knoc, die zurzeit in Neuhaus ein Sofafloß bauen lässt, um dann mit dem Museum zu kooperieren. Damit die Gäste noch mehr Anreize bekommen.


Kooperation mit Museum aufgelöst
 

Seine Kooperation mit dem Museum Hitzacker hat Ruffing im vergangenen Jahr aufgekündigt, wegen „nicht ausräumbarer Meinungsverschiedenheiten“ formuliert er diplomatisch und will sich darüber auch nicht weiter auslassen. Die Flöße liegen weiter in Hitzacker und in Darchau. Aber auch den Liegeplatz in Neu Darchau behalten die Elbefloßfahrten bei, schon aus ganz praktischen Erwägungen. Denn wenn das Wasser der Elbe höher steigt und der Pegel bei vier Metern liegt, ist es nicht mehr möglich, in Darchau anzulegen, in Neu Darchau schon.

Manfred Ruffing sieht sich für die kommende Saison gut aufgestellt. Er finanziert noch zwei weiteren Fahrern den Bootsführerschein, Uwe Kühn managt für ihn die Einsätze der fünf Naturführer, und die technische Unterstützung kommt von Christian Wolke, der selbst eine Firma hat, aber auch für den Floßbetrieb fährt. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Caterern will er wie bisher fortführen und nicht selbst Speisen herstellen.

Bald, nämlich Mitte April, ist es dann soweit, dann werden die fünf Flöße ins Wasser gehoben und die „Carmen“ schippert wieder nach Hitzacker an ihren angestammten Platz.

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