Zarrentin : Campus hat höchste Priorität

Die Zarrentiner Realschule in der Rosenstraße.
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Die Zarrentiner Realschule in der Rosenstraße.

Schulverband Zarrentin treibt Planungen für neues Schulzentrum voran. Knackpunkt bleibt die Finanzierung des ehrgeizigen Projektes.

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17. Juli 2015, 08:00 Uhr

Der Schulverband Zarrentin hält intensiv an seinen Planungen zum neuen Schulcampus fest. Das bestätigten im SVZ-Gespräch die Vorsteherin des Schulverbandes, Beate Hoffmann, Zarrentins Bürgermeister Klaus Draeger und der Bürgermeister von Lüttow-Valluhn, Marco Schilling, er ist gleichzeitig Vorsteher des Amtes Zarrentin. Ausgangspunkt der ehrgeizigen Pläne für ein neues Bildungszentrum in der Schaalseestadt sei die rasante Entwicklung der Region. Die Einwohnerzahl steige weiter, es herrsche Zuzug, ein nächstes Baugebiet sei in Vorbereitung, nachdem das vorherige schon so gut wie belegt sei. Insgesamt sei man im Schulverband und in der Region optimistisch, was die Entwicklung betrifft. Deshalb steht das neue Schulzentrum auf der Prioritätenliste des Verbandes und der Mitgliedsgemeinden ganz vorne. „Der Schulverband setzt sich aus den Gemeinden Kogel, Lüttow-Valluhn und der Stadt Zarrentin zusammen. Und alle drei Gemeinden sind sich einig in der Zielstellung, was die Notwendigkeit des Zentrums betrifft. Um den zukünftigen Bildungsanforderungen gerecht zu werden, benötigen wir ein modernes und zeitgemäßes Schulzentrum“, macht der Bürgermeister von Lüttow-Valluhn, Marco Schilling deutlich.

„Bei unserem gemeinsamen Vorhaben sind wir schon ein gutes Stück voran gekommen. Wir hatten den Wirtschaftsminister des Landes und den Landwirtschaftsminister zu erfolgreichen Gesprächen begrüßt. Ich denke, dass wir mit unserer Position deutlich machen, das der Schulcampus für die Region wichtig ist. Immerhin haben wir hier Bevölkerungszuwachs und darauf müssen wir unbedingt reagieren“, geht die Vorsteherin des Schulverbandes, Beate Hoffmann, auf die aktuelle Situation ein. Im Schulverband habe man bereits die Anforderungen für den Campus formuliert.

„Das neue Zentrum soll keine reine Schule sondern ein Schulcampus werden, in dem ebenso Abendschule sein kann, wo Vereine und Verbände Platz finden und wo auch eine Hortnutzung sein soll. Es geht bei den Planungen um den Finanzbedarf für eine Grundschule, für eine Realschule und für eine Drei-Felder-Sporthalle“, erläutert Beate Hoffmann. Als Standort sieht der Schulverband den Bereich hinter dem Kunstrasenplatz in Richtung Möllnsche Straße vor.

Nach den Worten von Klaus Draeger sei die jetzige Sporthalle an der Schule zu klein für den Unterricht und wird nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung betrieben. Ein Neubau am jetzigen Standort mit allen erforderlichen Außensportanlagen sei nicht möglich. Zudem fehlen nach den Worten von Beate Hoffmann in der Grundschule und der Realschule Klassenräume. „Mehr als 420 Schulkinder, Tendenz steigen, besuchen die beiden Standorte. Und wir verzeichnen eine starke Tendenz zur Berufsorientierung, dank der Unternehmen vom Gewerbegebiet“, so die Vorsteherin weiter, die sich sicher ist, dass die Region stark genug sei, die Finanzlast für den Neubau eines Schulzentrums zu tragen.

Immerhin sollen auch die Vereine und Verbände der Region, so Klaus Draeger, vom neuen Campus profitieren. „Die Planungen befinden sich im Anfangsstadium, die erste Raumplanung ist fertig. Daraus ergeben sich erste Zahlen für die Investitionssumme. Wobei uns allen klar ist, dass diese Zahlen sehr hoch erscheinen, deshalb suchen wir im Zuge der weiteren Planungen auch nach Einsparpotenzialen. Jetzt geht es uns vor allem darum, Fördermöglichkeiten mit Schweriner Ministerien auszuloten“, erläutert Marco Schilling.

Als Investitionssumme ergeben sich aus den bisherigen Planungen nach den Worten der Verbandsvorsteherin rund 25 Millionen Euro für den neuen Campus.

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