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Hagenower Kreisblatt

21. November 2017 | 05:49 Uhr

Zarrentin : Campus: Architekten fragen nach

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Letzte Zweifel bei Treffen im Kloster ausgeräumt. Büros können jetzt mit Ideen starten. Im Dezember soll Wettbewerbsieger feststehen

von
erstellt am 12.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Das große Schüttelsieb arbeitet bereits eifrig: von 88 Bewerbern wurden dieser Tage die Vertreter sieben Architekturbüros in die Schaalseestadt ins Kloster eingeladen. Sie alle wollen den neuen Schulcampus bauen und hoffen auf den baldigen Zuschlag. Doch bis dahin müssen sie mit ihren Ideen unter Beweis stellen, dass einer von ihnen der Richtige ist. Europaweit hat die Stadt den sogenannten architektonischer Realisierungswettbewerb ausgeschrieben. Im Dezember soll der Sieger feststehen, der dann mit der weiteren Planung beauftragt wird. Das hat viel Interesse geweckt. Immerhin gibt es für den neuen Schulcampus rund acht Millionen Euro Förderung. Drei Millionen von der Städtebauförderung und fünf Millionen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums, kurz ELER. Träger des Vorhabens ist übrigens der Schulverband Zarrentin. Mit dieser Summe sei die Finanzierung des Neubaus zu 99,8 Prozent gesichert, hatte Zarrentins Bürgermeister Klaus Draeger jüngst bei der Fördermittelübergabe im August gefrohlockt.

Dr. Peter Lack von der BIG Städtebau, der mit der Vorbereitung und Durchführung dieser Maßnahme betraute treuhänderische Sanierungsträger der Stadt Zarrentin, verdeutlichte den teils von weither angereisten Architekten die Situation: „Zarrentin ist ein sich ständig entwickelnder Ort mit einer sehr guten Dynamik. Die Stadt soll nun als Bildungsstandort gestärkt werden. Die zwei jetzigen Schulen reichen den derzeitigen Anforderungen nicht mehr. Die Sporthalle hat die Ausmaße eines bundesdeutschen Wohnzimmers. Der neue Standort für den Schulcampus steht fest. Die Regionale Schule und die Zweifelder-Sporthalle sollen als erstes gebaut werden.“ Grundschüler, Hauptschüler und Realschüler würden somit unter einem Dach unterrichtet.

Die Architekten nutzten die Stunden der Zusammenkunft, um offene Fragen beantwortet zu bekommen. Die hatten sie in einem schier unendlichen Katalog zuvor eingereicht. So musste unter anderem geklärt werden, ob das neue Domizil eine offene Lernlandschaft oder klassische Unterrichtsräume erhalten solle. Ruhebereiche und Brandschutzkonzept waren ein weiteres Thema. Demnach sollen 14 Klassenräume und sechs Gruppenräume entstehen. Ein Multifunktionsraum soll von außen betretbar sein, ohne gleich die ganze Schule öffnen zu müssen. Die Pausenhöfe sollen eingezäunt werden, um die Aufsicht gewährleisten zu können. Eine Bühne im Multifunktionsraum, der rund 400 Quadratmeter groß werden solle, müsse fest installiert und dennoch barierrefrei sein. „Inklusion, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit sind die drei Hauptaufgaben“, betonte Schulleiterin Heide Hollstein. Sie ist seit 2009 verantwortlich für die etwa 280 Schüler.

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