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Gadebusch : Busunternehmen im Kreis werden neu geordnet

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Die Tage der SGS Bus und Reisen GmbH Schwerin sind gezählt. Der Kreistag Nordwestmecklenburg stimmt in dieser Woche in Grevesmühlen darüber ab, das kommunale Unternehmen aufzuspalten.

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erstellt am 19.Jun.2013 | 05:59 Uhr

Gadebusch | Die Tage der SGS Bus und Reisen GmbH Schwerin sind offiziell gezählt. So stimmt der Kreistag Nordwestmecklenburg in dieser Woche in Grevesmühlen darüber ab, das kommunale Unternehmen aufzuspalten. Die Teilbetriebe sollen noch in diesem Jahr auf die Grevesmühlener Busbetriebe GmbH sowie die Ludwigsluster Verkehrsgesellschaft mbH übertragen werden. Die Landkreise Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim sind jeweils zur Hälfte als Gesellschafter am Stammkapital der SGS Bus und Reisen GmbH Schwerin beteiligt. Mit diesem Thema wird sich am heutigen Donnerstag auch der Kreistag in Parchim ausführlich befassen.

Große Streitereien sind dabei nicht zu erwarten, die Neugestaltung des Busverkehrs im Großkreis ist lange vorbereitet wurden und bedeutet eigentlich nur organisatorische und rechtliche Umstellungen.

Kündigungen sollen mit der geplanten Aufspaltung des Unternehmens nicht verbunden sein. "Ein Personalabbau ist nicht vorgesehen. Wir brauchen auch weiterhin die Fahrer und die Busse", sagt Nordwestmecklenburgs Landrätin Birgit Hesse. Nach ihren Angaben sind keine Einschnitte bei den Tariflöhnen der Beschäftigten geplant. So wie der Landkreis Ludwigslust-Parchim verfolge auch der Nordwest-Kreis das Ziel eines starken kommunalen Unternehmens für den öffentlichen Personennahverkehr. Der Teilbereich "Reiseverkehr" soll im Zuge der Aufspaltung des Unternehmens an einen privaten Interessenten veräußert werden.

Eine Schließung des Gadebuscher Betriebshofs der SGS Bus und Reisen GmbH Schwerin ist nicht vorgesehen. Das 8143 Quadratmeter große Areal geht mit sämtlichen dem Teilbetrieb ÖPNV Nordwestmecklenburg zugeordneten technischen Anlagen, Fahrzeugen, der EDV-Software und den Betriebsstoffen auf die Grevesmühlener Busbetriebe über. Die Betriebshöfe in Sternberg und Schwerin sollen auf die Ludwigsluster Verkehrsgesellschaft mbH übertragen werden. Von den insgesamt 97 SGS-Mitarbeitern werden voraussichtlich 37 nach Nordwestmecklenburg wechseln, 60 nach Ludwigslust-Parchim. Noch-SGS-Geschäftsführer Andreas Helms steht ebenfalls vor einem Wechsel in den Nachbarkreis. Er wird dort in der Führungsriege des Unternehmens tätig sein. Täglich befördert die SGS Bus und Reisen GmbH 4550 Schüler, davon 1863 in Nordwestmecklenburg. Alle drei Busununternhemen im Landkreis erbringen 96 Prozent der Transportleistungen in dem Bereich. Mit der Verschmelzung will der Kreis als Besitzer alles aus einer Hand führen und zugleich aber auch Geld einsparen. In der Vorlage für den Kreistag ist zunächts von einer Summe von 150000 Euro im Jahr die Rede. Kern des Geschäftes ist der Schülerverkehr im Landkreis. Hervorgegangen war die SGS Bus und Reisen GmbH aus dem Kraftverkehr Schwerin. Nach einer Treuhand-Übergangsphase war das Busunternehmen 1992 neu gegründet worden. Die Buchstaben SGS stehen für die einstigen Landkreise Schwerin, Gadebusch und Sternberg.

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