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Hagenower Kreisblatt

24. November 2017 | 14:13 Uhr

Gallin : Businesspark trotz auch Orkanen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zumindest die Werbung für den neuen Namen ist sturmsicher in luftiger Höhe angebracht / Hoffnung auf Werbung im Internet

von
erstellt am 16.Aug.2014 | 09:00 Uhr

Aus dem Megapark ist nun auch weithin sichtbar der Businesspark 24 geworden. In einer ziemlich aufwändigen Aktion sind die Werbebanner auf dem riesigen Werbeturm direkt an der Autobahn ausgetauscht worden. Offiziell ist das Park bereits im Oktober 2013 umbenannt worden, doch hat sich der neue Begriff bisher nicht durchsetzen können. Denn die landläufige Bezeichnung Megapark ist auch nur halboffiziell. Und sie ist auch nicht geschützt. Wer Megapark als Suchbegriff im Internet eingibt, landet bei einer Großdiskothek auf Mallorca.

Nun wird mit dem mühsam gesuchten Businesspark Werbung gemacht, in 47 Meter Höhe. Was eigentlich ein simpler Austausch von Werbeplakaten sein sollte, ist angesichts der technischen Dimensionen zu einer mehrtägigen Aktion geworden.

Allein das Gestell, das oben auf dem Turm sitzt und die Werbebotschaften trägt wiegt mehr als fünf Tonnen. Um es zu demontieren und später in luftiger Höhe anzuschrauben, war ein Kran mit einem Ausleger von 70 Metern Höhe notwendig. Auch die Plakate selbst sind mit 10,27 mal 3,50 Meter alles andere als klein.

Und diese winddichte Wand muss enormen Windstärken trotzen. „Das Ganze hier ist offiziell bis Windstärke 13 ausgelegt, das sind deutlich mehr als 150 km/H. Bisher hat es immer gehalten“, erzählt Volker Juschat, der die Montagearbeiten vor Ort leitete. Umgerechnet müssen die Plakate einem Winddruck von 200 Kilogramm pro Quadratmeter aushalten. Eine Belastung, die in unserer Region bisher nicht vorgekommen ist.

Hintergrund der teuren Umrüstung ist die Hoffnung auf bessere Werbung. Nicht in der Region, da wird man auch weiterhin vom Megapark reden, sondern deutschlandweit und vor allem im Internet. Auf der neu eingerichteten Seite soll der Neugierige alles finden von Flächen über Firmen bishin zu den Jobangeboten. So jedenfalls ist das Ansinnen der Wirtschaftsförderung des Landkreises. Wörtlich heißt es in einem Positionspapier zum Banner: „Hier geht es wirtschaftlich weiter voran. Parallel dazu eine ähnliche Botschaft online: Wir brauchen gute Leute. Und die Einladung an weitere Investoren: Es sind noch Flächen da“. Berit Steinberg, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg (Wifög). „Potenzielle Investoren können sich auf der Seite www.businesspark-a24.de auch gleich ein Bild von der Nachbarschaft machen, die sie erwartet. Das ist auf diese plastische Art und Weise viel eindringlicher, als einfach eine Liste mit Firmennamen zu haben. Eventuelle Kooperationsmöglichkeiten sind so noch besser sichtbar.“

Trotz des jüngsten Ansiedlungserfolges, der neuen Faltschachtelfabrik des Unternehmens Schur Pack sind auch die Zeiten für das riesige Gewerbegebiet schwieriger geworden. Im letzten Fall dauert es vier Jahr, bis die Entscheidung für Valluhn/Gallin fiel. Und auch dabei spielt die Höhe der Fördermittel eine ganz entscheidende Rolle. Andere Investoren wie z. B. DS-Produkte mit Hauptsitz in Stapelfeld haben schon darauf hingewiesen, dass Mecklenburg-Vorpommern in Sachen Grundstückspreise wohl keinen Vorsprung mehr vor westlichen Gebieten hätte.

Und so verbirgt sich hinter der teuren Umrüstaktion eine Werbeinitiative mit erhoffter Dauerwirkung an der Autobahn. Mit dem offiziellen Namen war keine große Werbewirkung zu erzielen, dafür war der alte Name mit „Transport- und Gewerbegebiet Valluhn/Gallin“, doch zu sperrig. Zu den Namen, die noch in der Diskussion waren, gehörten z. B. Transpark Nord oder Gewerbegebiet Nord. Nun also Businesspark mit dem klaren optischen Bekenntnis zur Autobahn A24, ohne die es das Gebiet nicht gäbe. Der neue Name kam auch mit Hilfe einer Agentur aus dem Landkreis zustande. Im Gespräch sei auch eine Werbekampagne bei Google, um Interessenten möglichst schnell auf die Seiten des Gewerbegebietes zu locken.

 

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