Kontrollpunkt eingerichtet : Bundeswehr sorgt in Horst für Ordnung

Am Checkpoint der Bundeswehr, jeder ankommenden Flüchtlinge wird hier befragt und ausführlich eingewiesen.  Fotos: Pohle
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Am Checkpoint der Bundeswehr, jeder ankommenden Flüchtlinge wird hier befragt und ausführlich eingewiesen. Fotos: Pohle

Lage in der Einrichtung hat sich auch dank der Soldaten deutlich stabilisiert

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13. September 2015, 08:00 Uhr

Vorbei die Zeiten, da jedes Auto direkt vor die Horster Einrichtung fahren konnte. Bereits am Freitag Abend hatten Soldaten des Aufklärungsbataillons 6 aus Eutin die Zufahrt gesperrt und einen Kontrollpunkt eingerichtet und den auch über das komplette Wochenende besetzt. Das Ganze passiert mit ausdrücklicher Unterstützung des für Horst zuständigen Schweriner Innenministeriums, wie dessen Sprecher Roland Vogler-Wanderer vor Ort erklärte.

Seit Freitag wird jedes Auto angehalten, müssen die Flüchtlinge aussteigen, werden sofort befragt und anschließend geordnet und vor allem schon vorbereitet in die Horster Einrichtung gebracht. Verblüffender Effekt der Aktion: Allein die Präsenz der Uniformen brachte viele Fahrzeuge zum Abdrehen. In den Tagen zuvor hatten auch viele Schleuser und andere Leute mit undurchsichtigen Absichten sich im Horster Umfeld aufgehalten.

Seit Freitag herrscht wesentlich mehr Ordnung, zumal einige Soldaten auch im Inneren der Einrichtung für Unterstützungsaufgaben eingesetzt werden. Insgesamt sind derzeit 30 Soldaten im Einsatz. Sie sollen ab heute von zivilen Kräften am dem Kontrollpunkt abgelöst werden. Die Eutiner Soldaten, die sich sprachgewandt und souverän mit allen Ankömmlingen beschäftigten, sind in der Hagenower Kaserne untergebracht und werden auch dort verpflegt. Die Soldaten aus Hagenow sind derzeit auf Übung und standen daher nicht zur Verfügung. Trotz des etwas nachlassenden Drucks auf Horst war die Einrichtung auch am Sonnabend immer noch überbelegt, wurden ständig weitere Flüchtlinge erwartet.

Der Einsatz der Soldaten wurde nicht nur von den Wachleuten in Horst und der Einrichtungsleitung begrüßt, Zustimmung gab es auch von der Bevölkerung aus der direkten Nachbarschaft. Für diese Woche wird die Öffnung weiterer Unterkünfte für Flüchtlinge in der Region vorbereitet, auch in ehemals militärischen Liegenschaften.

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