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Hagenower Kreisblatt

18. November 2017 | 11:37 Uhr

Wittenburg : Bund steigt mit ins Rettungsboot

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Kirchensanierung in Wittenburg: Engagement aller Akteure hat sich gelohnt, 400 000 Euro für ersten Bauabschnitt des Gotteshauses

von
erstellt am 23.Jan.2015 | 14:54 Uhr

Die Bundesregierung zeigt sich als Retter in der Not: Rund 200 000 Euro stellt sie zur Verfügung, damit das Wittenburger Gotteshaus vor dem weiteren Verfall bewahrt werden kann.

„Dieses Geld stammt aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm 2014. Die gleiche Summe muss gegenfinanziert werden. Wir können das, weil uns Stiftungen helfen, ebenso der Kirchenkreis, der Förderverein zur Erhaltung der St. Bartholomäuskirche und die Kirchengemeinde“, erklärt Pastor Martin Waack im SVZ-Gespräch. Die Freude sei in dieser Woche riesig groß gewesen, als der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs höchstpersönlich die freudige Nachricht nach Wittenburg gebracht habe. Der SPD-Mann hätte sich in Berlin für die zusätzlichen Mittel engagiert.

„Ich führe nur weiter, was mein Ex-Kollege Hans-Joachim Hacker begonnen hat“, sagt das Mitglied des Deutschen Bundestages und innenpolitischer Sprecher des Haushaltsausschusses, der seinen Wahlkreis eigentlich in Hamburg-Mitte hat. Er sei von Hacker, der nicht wieder gewählt worden sei, auf das Problem aufmerksam gemacht worden, erinnert sich Kahrs, der zugleich unmittelbaren Einfluss auf die Verwendung von Haushaltsmitteln habe. Deshalb stellt er dieser Tage auch ein zweites, ebenso großes Stück von dem millionenschweren Kuchen aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm in Aussicht. Möglich geworden sei dies, weil der Haushaltsausschuss des Bundestages Ende letzten Jahres eine Fortsetzung dieses Programms beschlossen habe, das voraussichtlich im Mai für das laufende Jahr geschnürt werden solle.

Der Sozialdemokrat zeigt sich in der Motelstadt übrigens nicht nur vom örtlichen Gotteshaus sichtlich beeindruckt, sondern auch vom unermüdlichen Engagement aller Akteure vor Ort. Die haben sich von der für die Außensanierung benötigte Summe von immerhin rund 800 000 Euro bisher nicht ins Bockshorn jagen lassen.

„Viele Menschen haben einen Zopf geflochten, der nun stark genug ist, um die Kirche wieder voranzubringen“, lobt auch Bürgervorsteherin Sybill Moß bei der Zusammenkunft im örtlichen Rathaus. Die Hände nicht in den Schoß zu legen, sondern weiterzumachen, fordert Bürgermeisterin Dr. Margret Seemann. Sie ermuntert alle Interessierten, sich als Mitglied in dem seit Mai 2013 existierenden Förderverein einzubringen. Mit 26 Gründungsmitgliedern begonnen, verzeichne dieser nun 155 Mitstreiter. Und erwähnt der Fairness halber aber auch, dass sich der Bundestagsabgeordnete der Linken, Dietmar Bartsch, ebenfalls für die Bereitstellung der finanziellen Mittel eingesetzt habe.

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