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Amt Neuhaus : Bürgermobil soll im August starten

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Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Der Verein „Bürgermobil Neuhaus“ hat sich eine ehrgeizige Frist gesetzt. Die Finanzierung soll offenbar kein Problem sein.

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erstellt am 04.Jul.2017 | 16:59 Uhr

Kommende Woche Montag, am 10. Juli, gibt es einen wichtigen Termin für den Verein „Bürgermobil Neuhaus“. „Dann soll ein Notar die Vereinsanmeldung beglaubigen“, berichtet Ingo Brüning auf der Vorstandssitzung. Danach müsse dann noch das Amtsgericht die Eintragung ins Vereinsregister vornehmen. Erst wenn der Verein dort eingetragen ist und der Vorstand einen Registerauszug in den Händen hält, hat er einen Nachweis über den e.V.–Status. Und dieser wird beispielsweise bei der Eröffnung eines Bankkontos und vom Finanzamt verlangt. „Anfang August sollte die Eintragung perfekt sein“, schätzt Brüning, „dann werden auch die Mitgliedsbeiträge fällig.“

25 Euro kostet so eine Mitgliedschaft pro Jahr. Dafür könne man dann das Bürgermobil nutzen. „Im Moment haben wir 40 Mitglieder und daneben noch viele Interessenten“, so Brüning. Klar sei aber auch, dass das Mobil langsam auf die Straße kommen müsse. „Es muss sichtbar sein, damit die Leute wissen, es bewegt sich was“, pflichtet Marko Puls bei. „Anfragen bekommen wir schon jetzt.“

Zunächst will der Verein einen Pkw als Bürgermobil auf die Straße bringen. Das Problem dabei: Das Auto wurde noch nicht gekauft und offenbar gibt es dazu auch weiterhin Diskussionsbedarf – zum Beispiel darüber, ob es ein Kombi sein sollte. „Das Fahrzeug muss unseren Bedürfnissen entsprechen und sollte Platz für Rollatoren haben“, meint Puls. Aber auch über den Antrieb macht sich der Vereinsvorstand Gedanken. „Wir sind hier in der Biosphäre, darum sollten wir auch ein E-Auto, einen Hybrid-Antrieb und ähnliches im Auge haben“, wirft Christian Fabel ein. Dabei spiele natürlich auch der Preis eine Rolle.

Denn der Verein möchte die Mitgliedsbeiträge so niedrig wie möglich halten. „Es sollen sich möglichst alle das Angebot leisten können. Wer mehr geben möchte, kann das aber natürlich gerne machen“, so Brüning. Die Beiträge machen daher nur einen kleinen Teil der Einnahmen aus. Wichtig sind also Zuschüsse vom Land und Kreis sowie die Förderung durch Stiftungen. Und die scheinen vom Projekt überzeugt. So übergab Rolf Makagon während der Vorstandssitzung einen Scheck von der Concordia-Stiftung „Mensch – Natur – Gesundheit“. Auch andere Unternehmen hätten schon ihre Unterstützung zugesagt.

Eine weitere wichtige Einnahmequelle soll auch die Werbung sein. „Es wird Werbeflächen auf den Autos geben, die gemietet werden können“, erzählt Brüning. Für den Pkw könne er natürlich noch keine Angaben machen, für den Kleinbus, der das Angebot später erweitern soll, gebe es schon Vorstellungen, darüber wie die Flächen aussehen und auch über die Preise. „Der Bus ist schon jetzt verfügbar. Allerdings hat das Auto Vorrang. Grund ist, dass der Bus eher eine Linientour abfahren soll und für größere Personengruppen ausgelegt ist“, erklärt Brüning. Mit ihm wolle man über die Elbe nach Hitzacker, wo es eine Anbindung an den HVV gibt, nach Dannenberg zum Krankenhaus oder auch nach Boizenburg fahren.

Mit dem Pkw decke man dann persönliche Touren ab. „Das Auto sollte mindestens einen Tag vorher angefordert werden. Wir haben ja dann nur eins und müssen die Touren rechtzeitig abstimmen. Die Kern–Fahrzeit ist wochentags von 8 bis 18 Uhr.“ Alles weitere läge bei den jeweiligen Fahrern, die Dienst haben.

Sechs Freiwillige hätten zugesagt, dass sie das Bürgermobil fahren, berichtet Brüning. Allerdings seien noch mehr nötig. „Wir stellen uns vor, dass jeder Fahrer ein bis zwei Tage im Monat übernimmt.“ Geld erhalten sie dafür nicht, es ist eine ehrenamtliche Tätigkeit. „Was man aber als Fahrer bekommt sind die sozialen Kontakte und der Tag wird mit Sicherheit nicht langweilig“, so Brüning. Sein Ziel ist, dass das Bürgermobil im August ins Rollen kommt.

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