Neues kooperatives Bürgerbüro im Rathaus : Bürgerbüro: Hagenow bündelt Kräfte

<strong>Erste Bürger nutzten gestern den Service</strong> des neuen kooperativen Bürgerbüros im Hagenower Rathaus, das von Bürgermeisterin Gisela Schwarz und Landrat Rolf Christiansen offiziell eröffnet wurde. Damit sind Kreis- und Stadtdienstleistungen an einem Ort. <foto>nien</foto>
Erste Bürger nutzten gestern den Service des neuen kooperativen Bürgerbüros im Hagenower Rathaus, das von Bürgermeisterin Gisela Schwarz und Landrat Rolf Christiansen offiziell eröffnet wurde. Damit sind Kreis- und Stadtdienstleistungen an einem Ort. nien

Mit dem kooperativen Bürgerbüro zwischen Hagenow und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim besiegelten Landrat Rolf Christiansen und Bürgermeisterin Gisela Schwarz gestern den Schritt zu mehr Bürgernähe im Rathaus.

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02. Juli 2012, 06:04 Uhr

Hagenow | Fast alles in einer Hand: Mit dem kooperativen Bürgerbüro zwischen Hagenow und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim besiegelten Landrat Rolf Christiansen und Bürgermeisterin Gisela Schwarz gestern den Schritt zu mehr Bürgernähe im Rathaus. Damit werden dort künftig alle Verwaltungsdienstleistungen des Kreises und der Stadt gemeinsam angeboten: Ob Führerscheinstelle, Liegenschaftskataster oder Kfz-Zulassungsstelle - Bürger in und um Hagenow finden dort jetzt Ansprechpartner für alle Belange. Einwohner aus dem Amt Hagenow-Land müssen dafür allerdings weiter ins Verwaltungshaus in die Bahnhofstraße.

Für Landrat Christiansen ein wichtiger Schritt im Großkreis. Schon kurz nach der Fusion betonte er, dass die Ausrichtung der Verwaltungsarbeit auf Bürgerbüros wichtig sei. Weshalb bereits im ehemaligen Kreis Ludwigslust solche Kooperationen zwischen Städten und Landkreis geschlossen wurden: Mit Zarrentin, Wittenburg, Boizenburg, Dömitz, Stralendorf, Lübtheen und Hagenow gibt es sieben Bürgerbüros im Kreis. "Damit sind wir bundesweit Vorreiter", sagte Christiansen, der für die Zukunft noch weiter denkt. Er kann sich vorstellen, dass der Bürger-Service in den Kommunen später auch mit Bundesthemen erweitert wird.

Ein Manko gab es für ihn gestern allerdings. Er hätte sich das Amt Hagenow-Land mit im Boot gewünscht. Es sei nicht mehr zeitgemäß in diesen Strukturen zu arbeiten. "Beide bieten identische Leistungen an einem Ort an. Da wären viele Synergien möglich", so Christiansen. Auch Bürgermeisterin Gisela Schwarz bedauert die Absage des Amtes. Zum Beispiel beim Wohngeld hätte man die Arbeit gut verknüpfen können. Das Büro für einen Mitarbeiter sei weiterhin frei.

Das Amt könne derzeit aber niemanden abstellen, so Amtschef Alfred Matzmohr. Aus organisatorischen und finanziellen Gründen. Heißt: Personal, das multifunktional eingesetzt sei, würde dann bei ihm für andere Aufgaben fehlen.

Bleiben die acht Mitarbeiter des Landkreises, die vor dem Umzug noch im ehemaligen Landratsamt in der Hagenstraße eingesetzt waren, und die beiden jungen Stadtkollegen. Für sie heißt es jetzt eingewöhnen. Mit leichten Startschwierigkeiten ging es gestern los. Manch einer musste zwei Stunden warten, um sein Auto zuzulassen. "Der Tag heute lief etwas holprig an", sagte Gisela Schwarz. Aber das komme mit der Zeit. Beate Joachim kennt das Prozedere schon. Seit 14 Jahren arbeitet sie im ersten Bürgerbüro des Altkreises. Immer komme etwas Neues dazu. "Es ist anspruchsvoll, aber spannend", sagte sie. Auf sie wartet nun noch ein Lehrgang zum Thema Einwohnermeldestelle.

Diese Entwicklung war für Landrat Christiansen schon damals wichtig. "Hagenow war lange Standort für die Kreisverwaltung. Als Kreisstadt und auch danach. Und ich habe schon damals gesagt: Wir bleiben mit den Dienstleistungen vor Ort."

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