Interessengemeinschaft L06 baut druck auf : Bürger kämpfen für neuen Radweg

<strong>Auf der L06</strong> geht es eng zu.<foto>archiv</foto>
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Auf der L06 geht es eng zu.archiv

Einwohner aus dem südwestlichen Teil der Griesen Gegend haben endgültig die Nase voll. Sie wollen ihren Radweg an der L06. Jetzt will die Interessengemeinschaft der Landespolitik einheizen.

svz.de von
22. Juli 2012, 09:18 Uhr

vielank/jessenitz | Einwohner aus dem südwestlichen Teil der Griesen Gegend haben endgültig die Nase voll. Sie wollen politischen Druck aufbauen, damit zwischen Vielank und Lübtheen entlang der Landesstraße 06 endlich ein Radweg gebaut wird (SVZ berichtete). Am morgigen Dienstag um 19 Uhr ist im Gemeinderaum Vielank eine Versammlung anberaumt, auf der es Informationen gibt und alle die gern gesehen sind, die sich in der "Interessengemeinschaft Pro Radweg L06" einbringen möchten. Diese war Anfang Juli in Jessenitz und Vielank gegründet worden.

Was der Interessengemeinschaft ganz wichtig ist: "Aus aktuellem Anlass, nämlich Postwurfsendungen in einigen Orten, stellen wir klar, dass wir uns von allen Aktivitäten zu diesem Thema, welche die NPD betreibt, distanzieren. Wir verfolgen unsere Ziele ausschließlich mit Hilfe der demokratischen Parteien." Das unterstreicht Heiko Bäuch aus Vielank. Er ist gemeinsam mit Lothar Korthals aus Jessenitz Initiator der Interessengemeinschaft.

Sie vertritt die unbedingte Forderung nach einem Radweg, der Lübtheen, Jessenitz, Vielank und Dömitz verbindet. Bürger aus der Griesen Gegend fordern das schon seit vielen Jahren. Sie haben indessen mittlerweile das Empfinden, immer weniger Gehör in Schwerin zu finden. "Durch die Gründung der ,Interessengemeinschaft Pro Radweg L06 bekommt die Forderung mehr Gesicht", sagt Bäuch, der auch stellvertretender Bürgermeister in Vielank ist.

Bereits an den ersten Zusammenkünften beteiligten sich etwa 100 Einwohner. "Wir rufen die Einwohner aus Lübtheen, Vielank, Dömitz und den umliegenden Orten auf, sich uns anzuschließen und uns zu unterstützen. Auch erste Firmen, wie Maschinenbau Jessenitz, Werbefirma Pollkoschek oder das Ingenieurbüro Weiß unterstützen uns bereits", so Bäuch und Korthals.

Die Forderung nach Lückenschluss des Radweges zwischen Lübtheen und Dömitz kommt nicht unbegründet daher. Da spielen die Themen Unfallgefahr und Verkehrssicherheit genauso eine Rolle wie der Tourismus und die Stärkung der Wirtschaft in der Griesen Gegend.

Die Interessengemeinschaft macht denn auch Ernst. Die Vorbereitungen für eine erste Protestveranstaltung laufen bereits. Wiederholt sei man in Kontakt mit Politikern, wie Hans-Joachim Hacker, Till Backhaus und Maika Friemann-Jennert getreten. Diese haben in dem Beritt ihren Wahlkreis und unterstützten laut Bäuch und Korthals auch nach ihren Möglichkeiten.

Dennoch sei man der Meinung, den Druck aus der Griesen Gegend selbst erhöhen zu müssen.

Der scheint angesichts der offiziellen Verlautbarungen auch bitter nötig. Aus dem Schweriner Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung war auf Nachfrage der SVZ zu erfahren: Es wird keinen Radweg geben. Jedenfalls nicht von Jessenitz in Richtung Vielank.

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