Lübtheen : Brüggen: Eine Firma bietet Chancen

Trailerfertigung in der Lübtheener Firma Brüggen, 150 Trailer pro Woche gehen hier raus.
Trailerfertigung in der Lübtheener Firma Brüggen, 150 Trailer pro Woche gehen hier raus.

Trailerbauer aus Lübtheen will seine Ausbildungsoffensive fortsetzen / Präsenz auf allen Ausbildungsbörsen ist fest eingeplant

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17. September 2015, 07:45 Uhr

In wenigen Tagen ist es soweit, dann startet am 22. September in Lübtheen die nächste Ausbildungsbörse. Unübersehbar dabei sein wird vor allem eine Firma: die „Brüggen Fahrzeugwerk & Service GmbH“. Und das nicht nur, weil es das größte Unternehmen in der Region ist. Auch bei den folgenden Berufsmessen in Dömitz, Hagenow, Ludwigslust oder Boizenburg wollen die Fahrzeugbauer unübersehbar mitmischen. Und das soll auch in den kommenden Jahren so bleiben, aus Überzeugung und Prinzip. Denn das zur Krone-Gruppe gehörende Werk setzt nicht erst seit diesem Jahr auf konsequente Ausbildung junger Leute. Das Unternehmen hat inzwischen eine ganze Palette von Berufschancen anzubieten, die junge Leute aus der Region ergreifen können. Wenn sie denn wollen. Allein für das gerade angelaufene Ausbildungsjahr sind vier neue Berufe hinzugekommen. Jetzt kann man in Lübtheen auch noch Metalltechniker oder Verfahrensmechaniker lernen, es gibt den Fachlageristen und auch den Maschinen- und Anlagenführer.

Natürlich, und das ist bei der Fertigung auch logisch, liegt der Schwerpunkt der Ausbildung im Werk auch weiterhin auf den Konstruktionsmechanikern und Mechatronikern.

Der Kampf um den Nachwuchs ist für das Brüggen-Team um Geschäftsführer Christian Saßmannshausen nicht neu, doch die Lübtheener haben ihn vielleicht schon früher als andere führen müssen. Insofern sind acht Lehrlinge, die vor wenigen Tagen ihre Ausbildung aufgenommen haben, schon ein Erfolg. Auch wenn man lieber 15 oder gar 20 Lehrlinge gern aufgenommen hätte. „Wir haben gelernt, dass wir als Unternehmen in der Öffentlichkeit dauerhaft präsent sein müssen, auch für junge Leute. Denn nicht nur wir bieten Ausbildungswilligen gute Chancen, keiner muss nach Hamburg fahren.“

Die Präsenz auf den Ausbildungsmessen ist dabei nur eine Maßnahme, der enge Kontakt zur Regionalen Schule ist längst gelebte Normalität. Viel wichtiger ist aber der direkte Kontakt zu den jungen Leuten. Der kommt vor allem über Schülerpraktika zustande, die rege nachgefragt werden und über die mancher zukünftige Lehrling zum Betrieb gefunden hat. Aber auch in der Ausbildungszeit selbst wird sich um die jungen Leute gekümmert und wenn es die Hilfe bei der Suche nach einer Wohnung ist. Und das Lübtheener Unternehmen ist inzwischen dafür bekannt, dass es junge Leute nicht nur nach ihren Zeugnissen sondern auch nach ihrer praktischen Veranlagung und ihrer Motivation beurteilt.

Arbeit im Unternehmen gibt es für die jungen Auszubildenden mehr als genug. Pro Woche verlassen derzeit 150 Trailer das Werk in der Lindenstadt, 80 Prozent davon gehen in den Export. Die Belegschaft zählt derzeit um die 400 Köpfe, gut 320 gehören zur Stammbelegschaft, die anderen sind Zeitarbeiter. Einige davon werden aktuell übernommen. Dazu kommen noch einmal gut 200 Arbeitskräfte, die über Werksverträge an Brüggen gebunden sind. Vornehmlich sind es Polen und Slowenen, die nach Ansicht der Geschäftsführung sehr gut und ohne Probleme integriert sind.

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