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Hagenower Kreisblatt

22. November 2017 | 10:31 Uhr

Boizenburg : Brand im Jugendclub am Bahnhof

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Durch plötzlich aufflammendes Feuer in der unteren Etage mit anschließenden Schwelbrand und Rußbildung ist der Jugendclub nicht mehr nutzbar

svz.de von
erstellt am 07.Mär.2017 | 23:25 Uhr

Gegen 19.45 Uhr ging am Dienstagabend die Meldung bei der Feuerwehr Boizenburg ein, dass es im Jugendclub am Bahnhof brennt. Sechs Fahrzeuge mit 34 Feuerwehrleuten kamen zum Einsatz.

Mehrere Anwohner hatten in den rechten drei Fenstern der unteren Etage des Gebäudes in der Rudolf-Tarnow-Straße eine regelrechte Feuerwand gesehen und den Notruf informiert. Außerdem berichteten sie von einem durchdringenden Geruch nach verbranntem Gummi. Als die Feuerwehr eintraf, war nur noch eine starke Rauchentwicklung zu beobachten. Einige Feuerwehrleute erkundeten zunächst mit Atemmasken und Sauerstoffgeräten die Lage im Haus und suchten nach dem Brandherd. Anschließend löschten die Einsatzkräfte die Glutnester und entlüfteten das Gebäude. Außerdem wurden die Strom- und Gasversorgung abgestellt. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, erst kurz vor Ausbruch des Feuers hatte der Jugenclub geschlossen.

„Wahrscheinlich ist das Feuer in der unteren Etage rechts ausgebrochen. Anscheinend ist der Brand durch Sauerstoffmangel von selbst erstickt“, sagte Wehrführer Reinhold Tiede. „Durch den anschließenden Schwelbrand kam es jedoch im gesamten unteren Bereich des Jugendclubs zu einer starken Rußbildung.“ Von dem dicken schwarzen Ruß sind nun die gesamten Wände und Decken des Erdgeschosses bedeckt. Das bedeutet das vorzeitige Aus für den Jugendclub, die Räume sind nicht mehr benutzbar.

Zur Brandursache konnte der Wehrführer keine Angaben machen. „Das müssen die Kollegen von der Kripo ermitteln“, so Reinhold Tiede.

Gegen 21.30 Uhr rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr ab und übergaben die Verantwortung für eine Nachkontrolle von eventuell noch einmal aufflammenden Glutnestern an die Stadt als Betreiber des Jugendclubs bzw. den Jugendclub-Leiter. Michael Jahnke hatte die Brandbekämpfung zusammen mit Jugendpflegerin Elke Rudolf von der Seite aus beobachtet. „Ich hatte den Club wie immer bis 19 Uhr geöffnet und habe das Haus um 19.30 Uhr verlassen. Ich war nur kurz einkaufen und tanken, doch als ich zu Hause ankam, zeigte mir meine Tochter schon ein Foto vom brennenden Jugendclub, das ihr eine Freundin geschickt hatte, die daneben wohnt“, sagte der Clubchef einigermaßen fassungslos. Besonders bedauerte er die Unbrauchbarkeit des neuen Rechners, der gerade erst im Januar angeschafft worden war.

„Die Stadt wird keine Brandsanierung mehr in diesem Club vornehmen“, meinte Elke Rudolf. „Entgegen anders lautenden Aussagen hat uns der Vermieter aber bis jetzt nicht gekündigt. Hoffen wir, dass es mit dem geplanten KOM-Zentrum jetzt schnell geht.“ Dass der Vermieter über kurz oder lang das alte Gebäude abreißen wollte und die Stadt nach einem Ersatz für den Jugendclub suchen musste, war jedoch schon lange klar. Das Haus war früher eine Grundschule. Sowohl Wehrführer Reinhold Tiede als auch sein langjähriger Stellvertreter Udo Behnke erinnerten sich beim Gespräch mit der SVZ an ihre Einschulung in dem Haus.

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