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Ludwigsluster Fleischwaren : Branchenprimus mit Lust auf Bio

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG nimmt nächste Woche an weltweiter Fachmesse in Nürnberg teil

von
erstellt am 10.Feb.2017 | 21:00 Uhr

„Die Geschichte, die wir erzählen, muss wahr sein“, betont Ulrich Müller als Inhaber der Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG. Und der 52-Jährige hat viel zu erzählen. Dank seines Mutes zum Risiko schreibt der gebürtige Bayer mit seinem Unternehmen eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Vorbei die Zeit der schlaflosen Nächte, an die sich Müller heute nur noch lächelnd erinnert. Denn gerade im Bio-Bereich hat der LFW-Chef seit 2003 geradezu Großes aus dem Boden gestampft. Egal, in welchen Zipfel der Republik es den Deutschen auf seinen Reisen verschlägt, die Ludwigsluster Spezialitäten erwarten ihn dort bereits. Branchenkenner zählen die LFW in Deutschland zu den führenden Unternehmen im Bio-Bereich. Und das will schon was heißen. So eine Einschätzung bekommt man nicht mal eben geschenkt.

In der kommenden Woche wollen die Ludwigsluster, die am Standort 385 Frauen und Männer im Sieben-Tage-Schicht-Dienst beschäftigen, zur weltweit größten Bio-Fach nach Nürnberg. Das ist eine Messe, auf der sich alles tummelt, was Rang und Namen hat. „2007 waren wir das erste Mal dabei und kamen uns mit unserem bisschen Fleisch sowie den fünf Wurstsorten ein bisschen verloren vor“, schmunzelt Ulrich Müller heute noch. Wenn sich seine Firma vom 15. bis 18. Februar in der Fachwelt präsentiert, wird sie über 50 Fleisch- und Wurstspezialitäten zu befinden haben.

„Wir sind nicht nur gut, in dem, was wir tun, sondern leben schon seit vielen Jahren den fairen Umgang mit unseren Erzeugern“, sagt Diplom-Ingenieurin Urte Warncke, die seit 2010 als Geschäftsführerin für Vertrieb und Marketing zuständig ist. „Wir waren und sind immer auch authentisch.“ Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten habe man zu den Produzenten gehalten. „Heute kommt etwa 80 Prozent des Bio-Rohstoffes aus Mecklenburg-Vorpommern. Mehr als die Hälfte unseres Warenausstoßes wird derzeit für den Bio-Bereich produziert.“

Bio sei nicht nur das stärkste Geschäft für seine Firma, sondern widerspiegele auch die besondere wie nachhaltige Einstellung beim Umgang zwischen Mensch und Tier, sagt Ulrich Müller. „Eine gute und vertrauensvolle Verzahnung zwischen Erzeugern, Produzenten und Verbrauchern entscheidet über den Erfolg. Deshalb machen wir auch langfristige Verträge bis zu fünf Jahren, um für alle Seiten Planungssicherheit zu garantieren. In M-V sind es rund 60 ökologische Betriebe, bundesweit insgesamt etwa 100, die uns die Rohstoffe für die Biolust-Schiene produzieren.“

Transparenz vom Erzeuger bis zur Ladentheke seien garantiert, ebenso der Verzicht auf gentechnisch manipulierte Zutaten.

Doch damit nicht genug. Eingedenk der Tatsache, dass Stillstand und Verharren im Erreichten den Niedergang bedeuten, will Müller den Bio-Sektor weiter ausbauen. Müller: „Wir werden in diesem Jahr definitiv wieder bauen, um die Produktionsfläche in der Bauernallee zu erweitern. Neue Technik wie Cutter, Verpackungsanlagen und Auszeichnungsautomaten sind bereits gekauft.“

Da mit einem Wachsen der LFW auch die Verantwortungsbereiche geteilt wurden, ist nun Dr. Christian Knapp als Dritter im Bunde der Geschäftsführung. Während Müller sich um die strategische Ausrichtung und Unternehmensentwicklung seines Betriebes kümmert, zeichnet der „Neue“ für Produktion, Logistik und Technik verantwortlich.

Das Zweitbeste zum Schluss: Beim diesjährigen Tag der offenen Tür, der am 14. Mai von 10 bis 17 Uhr auf dem Firmengelände stattfinden soll, wird es neben dem Verkauf auch wieder die beliebte Produktionsbesichtigung geben. Also den Termin schon mal dick rot im Kalender markieren.

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