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Hagenower Kreisblatt

23. Oktober 2017 | 13:49 Uhr

Lübtheen : Boxen: Es geht nicht ums Prügeln

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Urgestein Hartmut Herzmann etablierte einst Faustkampf in Lübtheen und hat nach einem halben Jahrhundert Ehemalige wieder vereint

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2015 | 16:00 Uhr

„Es geht nicht um Draufhauen, um’s Prügeln und Gewalt, wie oft aus Unwissenheit oder durch dumme Vorurteile behauptet wird. Sondern um Schnelligkeit, Reaktionsvermögen, Technik, Sicherheit und ganz, ganz viel Disziplin“, umreißt Hartmut Herzmann eine sportliche Leidenschaft, die ihn schon seit 1957 umtreibt: das Boxen.

Dass in der Lindenstadt bereits vor einem halben Jahrhundert die Fäuste flogen, ist nur wenigen Eingeweihten bekannt. Herzmann war 1961 sogar Übungsleiter der Sektion Boxen der Betriebssportgemeinschaft Einheit Lübtheen und stieg als aktiver Faustkämpfer für Dynamo Schwerin regelmäßig in den Ring. Die Hälfte seiner etwa 70 Kämpfe entschied er erfolgreich für sich. Der gebürtige Ostpreuße war damals beim Volkspolizeikreisamt angestellt, als in der Lindenstadt etwa 20 Boxer eifrig trainierten. Als aber einige von ihnen 1964 wegen versuchter Republikflucht erwischt und auch sein Bruder beim Versuch, über die Elbe in den Westen zu türmen, geschnappt wurde, bedeutete das schließlich neben dem beruflichen Aus für ihn auch das Ende der Boxer-Ära in Lübtheen.

„Boxen war und ist immer meine große Leidenschaft geblieben“, gesteht der 76-Jährige beim beliebten Wochenendgespräch im örtlichen Stadtkrug SVZ-Redakteur Thorsten Meier. Während er stolz eine Fotomontage präsentiert, die im September dieses Jahres entstand. Sie zeigt 16 Ehemalige, die sich nach 50 Jahren in Lübtheen zum Erinnern und Quatschen trafen. „Das war ein denkwürdiger wie ganz besonderer Tag“, bekennt Herzmann, immer noch ergriffen.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Sonnabendausgabe der SVZ.

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