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Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 15:21 Uhr

Hagenow Land : Bombenalarm am Bahnhof

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Verdächtiger Fund / Munitionsbergungsdienst kam in der Nacht zu Montag zum Einsatz Bundespolizei ermittelt nun

von
erstellt am 11.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Nichts deutete heute Vormittag gegen 10 Uhr darauf hin, dass noch rund neun Stunden zuvor helle Aufregung und hektische Betriebsamkeit auf einem der Bahnsteige herrschten. Was war geschehen?

In der Nacht zu Montag,  gegen 1.18 Uhr, erhielt die Polizei nämlich den Hinweis, dass unbekannte Täter versucht hätten, auf dem Bahnhof Hagenow-Land einen Fahrkartenautomaten aufzubrechen. Vor Ort stellten die Beamten neben starken Beschädigungen außerdem eine an dem Automaten angebrachte Verpackung mit einer unbekannten Masse fest. „Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich bei dem Inhalt um Sprengstoff handelt, wurde der Munitionsbergungsdienst hinzugezogen“, informiert Polizeihauptkommissarin  Isabel Wenzel von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Rostock.

Nach ersten Ergebnissen habe  sich der Gegenstand jedoch als ungefährlich herausgestellt, teilt die Polizeisprecherin des weiteren auf SVZ-Nachfragen mit. „Wir müssen als Polizei immer schnell eine Entscheidung treffen, wie wir mit einer solch möglichen Gefahrensituation umgehen. Es hätte sich ja auch um Sprengstoff handeln können. Also lieber einmal mehr im Großen reagieren, als einmal zu wenig,“ so Isabel Wenzel.

Die Bahnstrecke sowie der Bahnhof Hagenow-Land seien  in der Nacht von Sonntag auf Montag zwischen 2.22 Uhr und 4.29 Uhr vollständig gesperrt worden. „Dadurch kam es zu insgesamt 411 Minuten Verspätung bei acht Zügen.“

Alarmiert wurde  neben dem Munitionsbergungsdienst übrigens auch die Hagenower Feuerwehr. „Acht Kameraden von uns wurden lediglich zur Sicherstellung angefordert. Zum Einsatz kamen sie aber nicht“, informiert Ortswehrführer Jan Meier auf Nachfragen unserer Lokalredaktion.

Dass es sich bei dem verdächtigen Fund am Fahrkartenautomaten um eine faustgroße butterähnliche Substanz handeln solle, erklärt Klaus Wiechmann, Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust, am Telefon. Ein selbstfahrender Roboter des Bergungsdienstes habe den harten Klumpen, der sich in einer Verpackung befunden habe, schließlich sichergestellt. Klaus Wiechmann: „Als sich herausstellte, dass es sich bei der  ominösen Substanz nicht um  Sprengstoff handelt,  hat die Bundespolizei die  Untersuchungen übernommen. Sie ermittelt nun wegen Sachbeschädigung.“

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