Kunstwerk als Hingucker : Boizenburgs prächtiger Blickfang

Stolz auf den prächtigen Blickfang im Fliesenmuseum: Lothar Scholz, Wolfgang und Petra Ebert, Frederike Schmidt, Klaus Schiller und Marlene Mischinko (v.l.).
Stolz auf den prächtigen Blickfang im Fliesenmuseum: Lothar Scholz, Wolfgang und Petra Ebert, Frederike Schmidt, Klaus Schiller und Marlene Mischinko (v.l.).

Dresdens Glanzlicht, der Zwinger, glänzt Dank einer Dauerleihgabe eines Unternehmers aus Hannover jetzt auch im Fliesenmuseum

svz.de von
17. Juli 2014, 15:06 Uhr

Er ist neben der Frauenkirche Dresdens Wahrzeichen und Glanzlicht, der Zwinger. Jetzt glänzt dieses bekannte Barockbauwerk in Boizenburg, auf Fliese. Es ist der neue, prächtige Blickfang im Ersten Deutschen Fliesenmuseum. Das Kunstwerk ist 1,80 mal 1,80 Meter groß, rund vier Zentner schwer und fand seinen Platz im Erdgeschoss.

Der letzte Kraftakt ist getan. Die Anstrengung weicht purer Bewunderung. „Jetzt ist Zeit für Freude und Dankbarkeit“, sagt der erste Mann des Hauses Lothar Scholz. Dankbar ist er vor allem Friedhelm Jänecke. Der ist ein Unternehmer aus Hannover, dem das wunderschöne Fliesenbild mit seinem prachtvollen, vergoldeten Porzellanrahmen gehört. Er hatte einen attraktiven Ort für das Familienerbstück gesucht und schließlich im Herzen der historischen Altstadt von Boizenburg gefunden.

Nach einem Besuch im Fliesenmuseum war er sehr angetan und beeindruckt, von dem enormen Engagement und der Professionalität und der liebevollen Hingabe, mit der das ehrenamtliche Team um den anerkannten Fliesenkünstler Lothar Scholz die Einrichtung betreiben. Er entschloss sich, das Bild mit dem Motiv des Dresdner Zwinger dem Museum der Fliesenfreunde als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen.

„Das macht uns einerseits natürlich stolz, ist andererseits eine großartige Anerkennung für unsere Arbeit, und ist nicht zuletzt auch Ansporn zum Weitermachen“, erklärte Lothar Scholz mit einem Blick auf das Kunstwerk. Entstanden ist es etwa 1880. Es ist ein Werk von der Firma Villeroy & Boch in aufwändiger Kobaltmalerei, für die Urgroßeltern von Friedhelm Jänecke, die damals in Dresden eine Schokoladenfabrik betrieben.

Lothar Scholz bedankt sich auch bei starken Männern für ihre tatkräftige Hilfe beim Aufhängen. Diese wollte gut geplant und vorbereitet sein, um jegliches Risiko zu vermeiden. Walter Pröhl, Christian Seidler, Dirk Bönning, Peter Klinke sowie Wolfgang Ebert und Rudolf Matz mussten bei dem Gewicht des Fliesenbildes ordentlich zupacken, um es auf die extra angefertigte Aufhängevorrichtungen der Schlosserei von Gerhard Frank aus Schwartow zu hieven.

Nun ist der herrliche Blickfang an seinem vorgesehenen Platz im Empfangsbereich. Ein Gewinn nicht nur für das Museum, sondern auch für die Fliesenstadt Boizenburg/ Elbe. Sie ist jetzt um eine Attraktion reicher.

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