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Ein Herz für Liebesschlösser : Boizenburg: Im Hafen der Liebe

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Der Verein „Hafenschlepper “ hat ein Metallherz für Liebesschlösser an der Hafenmauer aufgestellt

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2017 | 21:00 Uhr

„Wir fanden, hier müsste liebesmäßig mal etwas getan werden“, schmunzeln die beiden älteren Herren auf dem Weg zur neuesten Attraktion in der Elbestadt. Seit Januar schlägt, ähh steht es im Boizenburger Hafen, das Herz für Liebende. Hier können sie jetzt ihre Liebsschlösser anbringen, den Schlüssel in die Elbe werfen und sich so ewige Treue schwören.

Ein Herz für Liebesschlösser.
Ein Herz für Liebesschlösser. Foto: Katja Frick

Eitel Schneider und Hans-Joachim Blome, erster und zweiter Vorsitzender des Fördervereins „Boizenburger Hafenschlepper e. V.“ haben mit ihren acht Vereins-Mitstreitern die Aktion generalstabsmäßig vorbereitet. „Wir haben uns genau erkundigt, was es mit den Liebesschlössern auf sich hat“, erklärt Eitel Schneider, der bis zum Ende der Elbewerft 2005 dort gearbeitet hat, zuletzt als Prokurist.

Auf die Idee sind er und die anderen Liebhaber älterer Schiffe gekommen, weil Liebespaare ständig verzweifelt versuchten, die Symbole ihrer hoffentlich immer währenden Liebe an der massigen Kette ihres 2008 im Hafen aufgestellten Ankers anzubringen.

Eitel Schneider und seine Mannen wollen, dass sich die Verliebten in Boizenburg nicht mehr so quälen müssen und es ihnen einfach machen.

Die Symbole auf dem Metallherz sollen nach dem Willen der Aufsteller sagen: „Wenn der Amorpfeil den Herzschlüssel trifft, ist der Weg frei für das unlösbare Schloss. Dein Herz bleibt dauerhaft vergeben.“

Sage und schreibe drei Jahre brauchte es von der Idee bis zur Übergabe des Metallherzens an die Stadt Boizenburg. Wie immer, wenn der kleine Verein sich ein Projekt vornimmt, wird erst geplant, dann das Material besorgt bzw. finanzielle Unterstützung dafür gesucht und dann das Ganze in die Tat umgesetzt. Im Falle des Metallherzens hat die Schlosserei Frank geholfen, sie lieferte das Rohr, bog es maßgenau zurecht und sponserte die ersosionsbeständige Verzinkung.

Einmal in der Woche trifft sich der Verein, vorwiegend zur Wartung und Pflege seines Herzstücks, des Hafenschleppers Elbe aus dem Jahr 1965, der Barkasse „Ernst Schröder, des Anlegers und des Vereinsgeländes. Gerade erst im Sommer wurde der hochwassersichere Anleger erneuert, hier griff die Sparkassenstiftung für das Material unter die Arme. Denn die Manpower leisten die Vereinsmitglieder und ihre Frauen immer selbst.

Seit einigen Wochen ist auch das Geländer mit Seilen an dem Weg auf das Vereinsgelände entlang einer ehemaligen Werfthalle fertig.

„Das haben wir ganz aus eigener Kraft geschafft“, erzählt Eitel Schneider. „Wir wollten, dass die Touristen, die mit ihren Booten gegenüber anlegen, auf etwas Schönes sehen.“

 

 

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