Lübtheen : Blick voran in die Vergangenheit

Astrid Sachs, Edeltraut Grünwoldt und Irene Härtling vom Heimat- und Kulturverein Lübtheen haben wochenlang mit Inge Schminke und Irene Knop (nicht im Bild) die Ausstellung zur Tierhaarzurichterei vorbereitet. Insgesamt sollen 30 Schautafeln gezeigt werden.  Fotos: Thorsten Meier
Astrid Sachs, Edeltraut Grünwoldt und Irene Härtling vom Heimat- und Kulturverein Lübtheen haben wochenlang mit Inge Schminke und Irene Knop (nicht im Bild) die Ausstellung zur Tierhaarzurichterei vorbereitet. Insgesamt sollen 30 Schautafeln gezeigt werden. Fotos: Thorsten Meier

Heimat- und Kulturverein Lübtheen erarbeitet derzeit neue Ausstellung zur Tierhaarzurichterei /Expositionseröffnung am 7. November

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23. Oktober 2014, 15:56 Uhr

Aus dem schlesischen Grünberg hatte Frieda Zuchel um 1949 das Handwerk und das Wissen der Zurichterin für Tierhaare einst nach Lübtheen-Jessenitz gebracht. Doch als Geburtsstunde des volkseigenen Betriebes Tierhaarzurichterei gilt der 19. Oktober 1951. Damals wurden nicht mehr nur Borsten vom Hausschwein sondern auch Haare aus Mähne und Schweif von Pferden sowie aus Rinderschwänzen für die Weiterverarbeitung in Besen und Bürsten vorbereitet. Eine Schinderei, vom Gestank einmal ganz abgesehen.

Das und noch vieles mehr haben Mitglieder des örtlichen Heimat- und Kulturvereins in den letzten Monaten herausgefunden. Sie lasen in rund 20 alten Brigadebüchern und unzähligen Tageszeitungen, sprachen mit ehemaligen Mitarbeitern des Betriebes, der bis Anfang 1990 bestand. Sammelten fleißig wertvolle Originaldokumente und Fotos, stöberten in den Archiven des örtlichen Heimatmuseums. Dass dies im 25. Jahr des Mauerfalles geschieht, ist sicherlich kein Zufall. Sondern Absicht.

„Wir wollen die Geschichte dieses ehemaligen DDR-Betriebes aufarbeiten, wollen mit Fotos und Texten Vergangenes für die Nachwelt bewahren“, sagt Vereinsmitglied Astrid Sachs. Die Arbeitsbedingungen seien damals unvorstellbar gewesen, denn die Tierhaare seien sortiert, gewaschen, gekocht, gebunden und mit Kunstborsten vermischt worden ... .

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