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Hagenower Kreisblatt

21. November 2017 | 05:45 Uhr

Hagenow : Bio-Kaffee-Offensive geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

„Muntere Sophie“ und „Starker Hagen“ sollen als Mischungen langfristig nicht nur die Hagenower Kaffeetrinker überzeugen

von
erstellt am 05.Jan.2015 | 11:04 Uhr

Das Lebenshilfewerk mausert sich immer mehr zum Entwicklungshelfer für Städte. Hagenow ist schon in den  Genuss des Cafés Sophie am Rathausplatz gekommen. Boizenburg soll in diesem Jahr ebenfalls in Rathausnähe sein Café bekommen. Die fein sanierten und modern eingerichteten Treffpunkte sind trotz der gebotenen Wirtschaftlichkeit alles andere als reine Verkaufszentren. Sie dienen zugleich auch behinderten Menschen unter Betreuung als Bewährungsaufgabe im Alltag. Allein im Hagenower Café haben so zehn Beschäftigte eine Aufgabe gefunden.

Nach den ersten Erfahrungen am eher nicht sehr belebten Rathausplatz haben die Verantwortlichen nun umgesteuert und die Öffnungszeiten verändert. Nun ist sonnabends und sonntags geöffnet, dafür sind Montag und Dienstag Ruhetag geworden. „Wir passen uns den Wünschen der Kunden an, zudem würden wir uns natürlich über noch mehr Besucher freuen“, hatte Lebenshilfe-Geschäftsführer Hans-Joachim Grätsch berichtet. Man sei aber mit den Besucherzahlen nicht generell unzufrieden. So 30 bis 40 Besucher kämen an vielen Tagen schon zusammen. Einzigartig sei natürlich der Besuch zum Altstadtfest gewesen. Inzwischen hätten aber auch viele Gesellschaften  das Haus an traditionsreicher Stätte für sich entdeckt. Die Anregungen, doch auch an den Wochenenden aufzumachen, sei von den Gästen gekommen.

Noch sind die Erfahrungen mit den neuen Öffnungszeiten zu jung, um Schlussfolgerungen ziehen zu können.

Keine Zweifel gibt es am konsequenten Kaffee-Kurs des Lebenshilfewerkes. Bio muss es sein, möglichst fair gehandelt und vor allem aus der eigenen Rösterei. Allein bis November vergangenen Jahres hatten die Röster 280 mal ihre Maschine angeworfen. Pro Röstvorgang kommen 5,1 Kilogramm Kaffee heraus.  Zuwachs ist möglich, auch das Boizenburger Café kann von Hagenow aus mitversorgt werden. Es gibt Mischungen, die auf den Namen „Muntere Sophie“ oder „Starker Hagen“ hören.

Es gibt den Bio-Arabica aus Honduras, der stammt aus einer Frauenkooperative, hier hat sich das Lebenshilfewerk  an einem Direktimport beteiligt. Im Angebot ist aber auch Bio- Kaffee aus Peru. 

Der in Hagenow geröstete Kaffee ist aber nicht nur für den Verkauf vor Ort bestimmt, er soll auch der zunehmend der Eigenversorgung des Lebenshilfeverbundes mit seinen vielen Standorten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern dienen. Übers Jahr kommen da durchaus einige Tonnen zusammen. Allerdings muss auch intern Überzeugungsarbeit geleistet werden. Der Bio-Kaffee schmeckt zwar gut, er kostet aber auch mehr als die sonst im Handel erhältlichen Mischungen.

 

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