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Hagenower Kreisblatt

24. November 2017 | 21:40 Uhr

Neuhaus : Bienen brauchen Imkernachwuchs

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Imkerverein Neuhaus will das Bewusstsein dafür schärfen, wie wichtig Bienen für ein gesundes Ökosystem sind

von
erstellt am 09.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Den Menschen wieder ins Bewusstsein bringen, wie wichtig die Arbeit der Bienen bei der Bestäubung der Pflanzen ist und wie viel Spaß es auch machen kann, selbst Bienenvölker zu halten, das hat sich der Imkerverein Neuhaus und Umgebung auf die Fahnen geschrieben.

Den Verein gibt es schon seit über 70 Jahren, doch in jüngster Zeit stand er wieder etwas mehr im Fokus des Interesses. Neue Mitglieder konnten gewonnen werden, indem man Stammtischabende veranstaltete. „Wir bewegen uns auf die Mitgliederzahlen zu, die wir schon einmal um 1990 herum hatten, da waren es nämlich 30“, erläutert André Stöckmann, der erste Vorsitzende des Vereins seit den Vorstandswahlen Mitte November. Es seien auch Mitglieder hinzugekommen, die schon lange Imker seien, bisher aber noch nicht organisiert waren.

Der Verein hat sich einiges vorgenommen. Er kann zum Beispiel über ein gemeinsames Einkaufen für seine Mitglieder etwas tun, aber auch andere sollen profitieren. Zum Beispiel Schüler. Man will eine Arbeitsgemeinschaft an der Oberschule installieren. Gespräche mit der Schulleitung hätten schon statt gefunden, so Stöckmann. Die Imker brauchen Nachwuchs und vielleicht begeistert sich der eine oder andere auf diese Weise für die Imkerei.

Außerdem will der Verein die Zusammenarbeit mit Landwirten beginnen und sie animieren, Blühstreifen anzulegen. „Es gibt Programme vom Umweltministerium, so dass dort auch Entschädigungen gezahlt werden können.“ Denn die Bienen finden in der Natur immer weniger Nahrung, selbst in vielen Gärten blüht kaum noch etwas.

Um seine Ziele zu erreichen, hat der Verein inzwischen eine ansprechende Internet-Seite aufgebaut und sich im vergangenen Jahr bei Veranstaltungen wie dem Brückenfest oder dem Apfeltag in Konau mit einem Stand präsentiert. Vertreten ist er im mecklenburgischen Landesverband. An einem sehr großen Projekt sind die organisierten Imker weiter dran, aber das gestaltet sich nicht so einfach. Es soll eine Bildungsstätte für Bienenkunde im Gebäude der ehemaligen Sauna entstehen mit Schulungsraum und Schleuderraum und einem Rundweg, an dem Schaukästen und Informationstafeln über das Leben der Biene aufklären.

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