Wittenburg : Beurlaubte Feuerwehrkameraden: Kommando zurück

Wie geht es weiter? Gestern kamen die Fraktionen der Wittenburger Stadtvertretung im Verwaltungsgebäude zu einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung zusammen.
Wie geht es weiter? Gestern kamen die Fraktionen der Wittenburger Stadtvertretung im Verwaltungsgebäude zu einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung zusammen.

Wittenburger Stadtvertretung will Beschluss zurücknehmen. Mittwoch Dringlichkeitssitzung

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15. Dezember 2017, 20:45 Uhr

Kommando zurück: Die Fraktionen der Wittenburger Stadtvertretung kamen am Freitag zu einer  kurzfristig einberufenen  Sondersitzung im Verwaltungsgebäude zusammen. Auf der Tagesordnung stand wieder das Thema: Wie geht es nach dem Rauswurf von Stefan Schwarz als Wehrführer weiter mit der Wittenburger Feuerwehr. Die außerplanmäßige Zusammenkunft kam auf Bitten von Bürgervorsteherin Sybill Moß zustande.  Hintergrund: Der auf der jüngsten Stadtvertretersitzung gefasste Beschluss zum Thema der Beurlaubung von vier Wittenburger Feuerwehrkameraden sei nicht konform mit Regelungen des Brandschutzgesetzes des Landes, heißt es von den Stadtvertretern.

„Es ist nicht möglich, dass Kameradinnen und Kameraden beurlaubt werden können. Sie können entweder Mitglied einer Feuerwehr sein oder, wenn sie das Alter erreicht haben, Ehrenmitglied werden. Die Fraktionen haben heute beraten, wie mit der Situation umzugehen ist“, sagte Bürgermeisterin Margret Seemann. Sie wäre verpflichtet, wenn ein nicht rechtmäßiger Beschluss gefasst ist, dagegen Widerspruch einzulegen.

Um dieser Situation zuvor zu kommen, habe Sybill Moß die Sondersitzung einberufen. „Wir wollen nicht auf den Widerspruch warten, sondern selbst handeln, um als Stadtvertretung unseren Beschluss aufzuheben. Auf der Zusammenkunft gab es eine intensive Diskussion. Wir werden am Mittwoch auf der Sitzung einen Beschluss fassen, der mit dem Brandschutzgesetzt im Einklang steht“, sagt Sybill Moß, die deutlich macht, dass die Stadt zur Wittenburger Feuerwehr steht.

Hintergrund der Bemühungen von Stadtvertretung und Stadtverwaltung ist nach ihren Worten das Ansinnen, endlich Ruhe in die gesamte Feuerwehrsituation zu bekommen. „Wir stehen zur Feuerwehr. Die Wehr muss vielmehr geschützt werden vor Leuten, die das Ehrenamt diffamieren. Wir haben es hier auch mit massiven Beschimpfungen, vor allem in den sozialen Netzwerken, gegen uns als die gewählten politischen Vertreter der Stadt zu tun. Das kann doch wohl nicht sein“, sagte die Bürgervorsteherin weiter.  Immerhin bereitet die Stadt den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses für die Summe von drei Millionen Euro vor, so Moß.

Im Raum steht in diesem Zusammenhang auch  die Frage: Wenn der  Wittenburger Feuerwehr vier Kameraden fehlen sollten, die zum größten Teil auch noch Maschinisten sind, ist die Wehr dann überhaupt noch einsatzbereit?  Für Gemeindewehrführer Jörg Rausch ist auf SVZ-Nachfrage die Einsatzbereitschaft in so einem Fall nicht gefährdet. „Wir haben ja noch die Feuerwehren im Umland, die dann ausrücken würde“, sagte er am Freitag auf Nachfrage.

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