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Hagenower Kreisblatt

13. Dezember 2017 | 10:20 Uhr

Neuhaus : Betten im „Landhaus“ bleiben leer

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Der Verein „Ohne Barrieren“ als Betreiber will Gebäudekomplex verkaufen / Es gibt mehrere Kaufinteressenten für das Grundstück

svz.de von
erstellt am 22.Apr.2014 | 13:39 Uhr

Landhaus Elbufer - umweltfreundich und barrierefrei (steht es auf dem Werbeschild) - und geschlossen. Nur eine schwarze Katze streicht durch das Gras. Der Betreiber, der Verein „Ohne Barrieren“ aus Rostock, hat sich entschlossen, das Gebäudeensemble nicht weiter als Hotel zu führen und das Grundstück zu verkaufen.

„Wir haben uns dazu entschlossen, weil unser Schwerpunkt in Rostock liegt und es immer schwierig war, die Dinge von hier aus zu leiten. Wir haben zeitig alle Geschäftspartner und auch die Tourist-Info in Neuhaus darüber informiert, dass wir nach der Winterpause nicht wieder eröffnen werden. Es macht uns auch traurig und wehmütig und wir suchen einen Nachfolger“, äußerte sich auf Nachfrage Wilfried Steinmüller aus dem Vorstand des Vereins. Etwas über zehn Jahre lang gehörte der Komplex dem Rostocker Verein, der aus einem 1981 gegründeten, integrativen Jugendclub hervorgegangen ist und 1991 in einen Verein umgewandelt wurde. Der Verein will Menschen mit Behinderungen ein möglichst selbstbestimmtes, aktives Leben ermöglichen und erhält Einrichtungen zur Betreuung, Förderung und Integration behinderter Menschen. In insgesamt 17 Einrichtungen arbeiten rund 300 Angestellte, wie zum Beispiel im Sportforum-Hotel in Rostock und im Jugendgästehaus in Kühlungsborn. Das Landhaus Elbufer passte insofern in das Vereinskonzept, als es durch ein Ehepaar aus Hamburg nach der Wende von Beginn an zu einem Haus ohne Barrieren saniert worden war, damit Menschen mit und ohne Handicap hier ihren Urlaub verleben können.

Die Hofstelle gehörte einem Ehepaar, dessen einzige Tochter sich nach Stiepelse verheiratetet hatte. Das Land wurde verpachtet und wurde später zu DDR-Zeiten von der örtlichen LPG bewirtschaftet.

„Für das Amt Neuhaus ist die Schließung eine großer Verlust“, unterstreicht Siegrun Hogelücht von der Tourist-Info. „Es war das einzige Haus, in dem größere Gruppen untergebracht werden konnten. Es gibt 29 Doppelzimmer und 10 Einzelzimmer und darüber hinaus noch Seminarräume.“ Der Verein steht in Verhandlungen mit mehreren Interessenten und würde sich wünschen , dass es in seinem Sinne als barrierefreies Hotel fortgeführt wird. In zwei bis drei Wochen könnte eine Entscheidung fallen, meinte dazu Wilfried Steinmüller.

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