Boizenburg : Betrug: Polizei ermittelt

Telefonverträge sollten mit Bedacht abgeschlossen werden. privat
Telefonverträge sollten mit Bedacht abgeschlossen werden. privat

Es geht um den Abschluss von Telefonverträgen an der Haustür: Die Kriminalpolizei in Boizenburg ermittelt in vier Fällen wegen Betrugsverdachts. Telefonkunden haben kürzlich Anzeige bei der Polizei erstattet.

svz.de von
04. Juli 2012, 12:37 Uhr

Boizenburg | Es geht um den Abschluss von Telefonverträgen an der Haustür: Die Kriminalpolizei in Boizenburg ermittelt in vier Fällen wegen Betrugsverdachts. Telefonkunden, die ihrer Auffassung nach bei Abschlüssen an der Haustür geprellt worden sind, haben kürzlich Anzeige bei der Polizei in Boizenburg erstattet. Gegenwärtig ermittelt die Kriminalpolizei in fünf derartigen Fällen wegen des Verdachts des Betruges.

Nach Angaben der Geschädigten versprachen die Haustürvertreter deutlich günstigere Telefonverträge, um sie zur Kündigung ihrer alten und zum Abschluss neuer Verträge zu bewegen, heißt es bei der Polizei. Allerdings sollen die Versprechungen für deutlich geringere Telefongebühren nur mündlich erfolgt sein. In den schriftlichen Verträgen war von den Nebenabsprachen oder von anderen Ermäßigungen, Vergünstigungen und Zusicherungen dann nichts mehr zu lesen. Mit den ersten Rechnungen sei dann die Ernüchterung gekommen, so sollten Betroffene teilweise das Doppelte und mehr als mündlich vereinbart bezahlen. Zu diesem Zeitpunkt waren Widerspruchsfristen bereits verstrichen, heißt es weiter.

Die Polizei rät deshalb: Vor Vertragsabschluss sollten Verträge und das so genannte Kleingedruckte vor der Unterschriftsleistung ganz genau und ohne Zeitdruck gelesen werden. Man sollte stets darauf achten, dass Nebenabsprachen und Zusicherungen im schriftlichen Vertrag festgehalten werden. Bei Vertragsabschluss gilt: Immer eine Kopie des vollständig ausgefüllten Vertrages aushändigen lassen. Im Schadensfall sollten die Betroffene nicht zögern und eine Anzeige bei der Polizei erstatten.

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