Besuch an der berüchtigten K 27

An der Kreisstraße: Manfred Kebschull und Bernd Ankele erklären in Luckwitz Jacqueline Bernhardt, Helga Schwarzer und Wolfgang Bohnstedt (v.l.) von den Linken die schwierige Lage.
An der Kreisstraße: Manfred Kebschull und Bernd Ankele erklären in Luckwitz Jacqueline Bernhardt, Helga Schwarzer und Wolfgang Bohnstedt (v.l.) von den Linken die schwierige Lage.

Kreistagsfraktion der Linken informierte sich nahe Luckwitz über Zustand der Straße

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22. März 2018, 21:00 Uhr

Der bedauernswerte Zustand mancher Kreisstraßen bleibt ein Dauerbrenner der Kommunalpolitik. Jetzt hat die Kreistagsfraktion der Linken sich anlässlich einer Fraktionssitzung einmal die Lage an der berühmt-berüchtigten Kreisstraße 27 zwischen Radelübbe und Wittenburg vor Ort erklären lassen.

Ergebnis: Nach jahrelangen Vertröstungen und Ankündigungen seitens des Landkreises glauben die Bürger inzwischen gar nichts mehr.

Mit dabei waren die Bürgermeister von Gammelin und Wittendörp Manfred Kebschull und Bernd Ankele. Und die nahmen an der Luckwitzer Kreuzung kein Blatt vor den Mund, was den schlechten Zustand der Kreisstraße betrifft. Dabei sieht die aktuelle Lage gar nicht so schlecht aus. Denn gerade hat der Landkreis mit umfangreichen Ausbesserungsarbeiten im Bereich des Sommerwege in Luckwitz begonnen.

Dazu verwendet die zuständige Straßenbauverwaltung Betonrecycling. „Das bringt doch alles nichts und ist eigentlich nur Pfusch“, ist sich Bürgermeister Kebschull sicher. „Wir brauchen einen ordentlichen Straßenausbau und zwar der gesamten Kreisstraße. “ Doch der ist teuer und vom Landkreis angesichts der Finanzlage nicht zu leisten. Schon gar nicht in einem Rutsch. Das wissen auch alle Beteiligten vor Ort.

Nach Jahren des Vertröstens und der Planungen gibt es für diese Kreisstraße erstmals sogar konkrete Hoffnungen.

„Vorgesehen ist, den Ausbau der K 27 in mehreren Bauabschnitten vorzubereiten und durchzuführen, wobei der Ausbau der Kreuzung bei Hülseburg aufgrund ihrer Unfallhäufigkeit Vorrang hat“, schrieb Günter Matschoß, der zusändige Beigeordnete des Landkreises Udo Brummund, einem Bürger aus Gammelin. In der Tat, hat der Verband Sude-Schaale an dieser Kreuzung mit Verlegungsarbeiten bei Wasserrohren begonnen, um den Umbau der gefährlichen Kreuzung zu einem Kreisverband vorzubereiten, wie der Verband mitteilte.

Der Kreis ist mit den Planungen für die Straße, die im Bedarfsfalle auch schon mal als Umleitung für die nahe A 24 dienen muss, schon weiter. Matschoß schreibt: „Beim Straßenbauamt Schwerin wurde zur Bereitstellung von Fördermitteln ein Ausbau des 1. und 2. Bauabschnittes der K 27 ab 2019 vorbestimmt.“

Margret Seemann, die Bürgermeisterin der benachbarten Stadt Wittenburg, berichtete gestern sogar von 2,5 Millionen Euro, die der Landkreis für diese Straße an Mitteln bereit gestellt hat. Allerdings auf vier Jahre verteilt. „Wir sind an dem Thema alle aus der Kommunalpolitik seit Jahren dran. Und zum ersten Mal habe nicht nur ich das Gefühl, dass es wirklich konkret wird. Da ist es nur zu begrüßen, wenn auch die Fraktion der Linken mit ihrem Besuch vor Ort für weiteren Druck sorgt. Das Thema ist bei den Bürgern enorm wichtig.“

Es gibt aber auch schon wieder Sorgen. So müssen wohl in Zwölf Apostel, einem kleinen Dorf, für den Ausbau der Straße die noch gar nicht so alten Straßenlaternen auf die andere Straßenseite verlegt werden. Es geht wohl um 16 000 Euro, die die Gemeinde Wittendörp tragen soll.

Nicht nur Bürgermeister Bernd Ankele fehlt da noch die Einsicht. Ankele war wegen der K 27 schon mal so verzweifelt, dass er die Straße wegen Sicherheitsmängel für den normalen Verkehr sperren lassen wollte, er tat es bisher nicht.

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