zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

22. November 2017 | 19:21 Uhr

Berufswünsche sind oft unrealistisch

vom

svz.de von
erstellt am 29.Jul.2011 | 05:37 Uhr

Hagenow/Ludwigslust | Das noch zahlenmäßig gute Angebot an Lehrstellen in diesem Jahr stimmt oft nicht mit den Wünschen der Schulabgänger überein. Seit dem 1. Oktober 2010 bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt, so informierte Frank Skowronek, Teamleiter Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit in Schwerin, hat es in Westmecklenburg 3019 Ausbildungsangebote gegeben, dem gegenüber standen 2002 Bewerber. Fast auf den Tag genau sind es jetzt noch 822 Jugendliche, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Sie haben die Wahl bei 1404 Ausbildungsplätzen, die noch im Angebot sind. "Das Problem", so Frank Skowronek, "das, was von den Betrieben angeboten wird, passt nicht zu den Wünschen der jungen Leute". Und er zählt auf: "Gesucht werden Köche, Kaufmänner bzw. Kauffrauen, Restaurantfachkräfte und Hotelfachkräfte.

Demgegenüber stehen die Wünsche der Schulabgänger. Sie suchen Plätze als Verkäufer, Kaufmann im Einzelhandel, Bürokaufmann oder Bürokauffrau und Fachlagerist. "Da ist leider keine Übereinstimmung zu erkennen", so der Teamleiter.

Auch im Landkreis Ludwigslust stimmen Angebot und Wünsche nicht überein. Im Geschäftsbereich Hagenow wurden seit 1. Oktober 2010 insgesamt 248 Bewerber auf 355 Ausbildungsstellen registriert. Aktuell sind es noch 99 Suchende auf 131 Ausbildungsplätze.

Im Geschäftsbereich Ludwigslust wurden seit 1. Oktober 2010 254 Plätze zur Verfügung gestellt und es haben sich 201 Jugendliche gemeldet, die einen Ausbildungsplatz suchen. Zurzeit sind es noch 83 Bewerber, die die Auswahl bei 116 Stellen haben. Angeboten werden im Landkreis Ludwigslust an erster Stelle Anlagenmechaniker und Elektroniker aber auch Tischler, Straßenbauer und Fertigungsmechaniker. Die jungen Leute aber wollen sich im Landkreis ganz besonders als Frisör, Kaufmann im Einzel- und Großhandel oder als Verkäufer ausbilden lassen.

"Hier müssen wir auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Die Wünsche und das Angebot müssen passfähig werden", weiß der Teamleiter. Hinzu komme, dass ein Teil der noch Suchenden nicht in jedem Fall die schulischen Leistungen nachweisen kann, weiß Frank Skowronek. Als eine Möglichkeit sieht er für die Arbeitgeber die Nutzung ausbildungsbegleitender Hilfen, die die Agentur für Arbeit unterstützt. Hier können Jugendliche während der Lehre zusätzlich in entsprechenden Fächern gefördert werden. "Ganz wichtig seien im Vorfeld auch Praktika in den Betrieben", unterstreicht Frank Skowronek. "Jeden Ausbildungssuchenden empfehle ich, die Berufsberatung aufzusuchen. Wir versuchen in einem persönlichem Gespräch den passenden Ausbildungsplatz zu finden", ermutigt er die jungen Leute.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen