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Hagenower Kreisblatt

20. November 2017 | 18:39 Uhr

Ausbildung : Berufsschule startet voll durch

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Autohaus spendiert den Kfz-Mechatronikern im Hagenower Berufsschulzentrum ein Fahrzeug zum Testen / Gute Zahlen zum Ausbildungsstart

von
erstellt am 26.Sep.2016 | 17:53 Uhr

Die Jungs und auch die Mädchen des dritten Lehrjahres hatten gestern erkennbar gute Laune. Auch ihre Lehrer Mario Schulze und Egbert Janitz konnten sich ein Lächeln nicht verkneifen. Der Grund? Ein neuer Hyundai I 10 stand da in der Werkstatt, ein Kleinwagen, mit dem die angehenden Kfz-Mechatroniker ausgiebig testen können. Geschenke dieser Art hat es auch schon früher gegeben, doch das ist in Hagenow inzwischen mehr als zehn Jahre her. Eine halbe Ewigkeit in der Automobilindustrie.

Das neue Auto zum Testen, Probieren und natürlich zum Ausbilden kommt zur rechten Zeit. Denn der für Hagenow so wichtige Bereich der Kfz-Mechatroniker steht aktuell sehr gut da. Mit dem neuen Lehrjahr haben 56 Lehrlinge in diesem Fach angefangen, damit ist die Zweizügigkeit mehr als gesichert. Über alle Ausbildungsjahre erlernen derzeit mehr als 180 Jungen aber auch ein paar Mädchen diesen Traumberuf. Indirekt ist damit auch die Existenz der Hagenower Berufsschule gesichert. Offiziell ist Hagenow ja eine Nebenstelle des Regionalen Beruflichen Bildungszentrum des Kreises, Hauptsitz ist Parchim.

Ohne die Mechatroniker, darüber besteht seit Jahren kein Zweifel, gäbe es längst keine Berufsschule mehr in der Bahnhofstraße. Vor allem die Kfz-Innung hat sich mit ihren vielen Mitgliedsbetrieben immer dafür eingesetzt, dass ausreichend Lehrlinge angemeldet wurden. „Die Innung hat wirklich Wort gehalten, sie hat innerhalb der Innung gearbeitet und die Ergebnisse können sich sehen lassen, denn viele der neuen Lehrlingen kommen aus diesen Betrieben“, lobt Schulleiterin Brigitte Schriefer ihre Partner aus der Branche.

Das Auto im Wert von etwa 11000 Euro kam letztlich auf Betreiben von Ingelore Lüders nach Hagenow. Sie ist Inhaberin der Auto-Galerie-Lüders in Ludwigslust mit Fahrzeugen der koreanischen Marke. Das Auto selbst kam einst per Schiff in Deutschland an, auf dem Schiff kam es zu einem Brand, einige Fahrzeuge konnten gerettet werden. Und so steht das kleine Auto neu aufbereitet bei den Kfz-Meistern von Morgen. Technisch, so versicherte es auch Peter Lüders, sei alles in Ordnung, nur dürfe das Auto eben nicht im Straßenverkehr bewegt werden. Bei der gestrigen Übergabe war auch Andreas Konitzer, Distriktleiter After Sales von Hyundai, mit von der Partie.

Schulleiterin Schriefer nutzte den Moment der Übergabe auch, von ihren Schülern gute Ausbildungsergebnisse zu verlangen. Die Kunden in den Autohäusern würden schließlich ordentliche Arbeitsergebnisse erwarten.

Bereits vor dem erfolgten Start des Ausbildungsjahres war ein anderes Problem gelöst, es gibt für die Kfz-Mechatroniker keinen Lehrermangel mehr. Es gab Monate, da musste Egbert Janitz die Ausbildung nahezu allein stemmen. Dann kam sein Kollege Mario Schulze hinzu. Und jetzt ist mit René Kampka ein dritter Lehrer hinzugekommen. Nicht alle arbeiten in Vollzeit.

Hagenows Nebenstelle des Berufsschulzentrums ist jedoch nicht nur auf die Mecha- troniker spezialisiert. So haben mit dem neuen Lehrjahr 22 junge Leute angefangen, Metallbauer in der Bahnhofstraße zu lernen. Es gibt 27 junge Menschen, die sich für den Beruf von Tischlern oder Holzmechanikern erwärmen können. Dazu kommen Berufsvorbereitungsklassen für 24 junge Leute. Und nicht zuletzt bereiten sich hier 14 Ausländer nach ihrem Deutschkurs auf ein berufliches Leben in Deutschland vor.

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