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Stichwahl in Wittendörp entschieden : Bernd Ankele erhielt Wählerauftrag

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Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bürger der Großgemeinde Wittendörp gaben mit 56,49 Prozent dem SPD-Bewerber das Vertrauen / Wahlbeteiligung beträgt 41 Prozent

von
erstellt am 15.Jun.2014 | 19:13 Uhr

Bernd Ankele (SPD) ist neuer Bürgermeister der Großgemeinde Wittendörp. Die Wähler gaben ihm 561 Stimmen, das sind 56,49 Prozent. Verlierer dieser Bürgermeister-Stichwahl ist Georg Etmanski. Er erhielt 432 Stimmen, das sind 43,50 Prozent. Die Wahlbeteiligung beträgt 41 Prozent. Um 18.23 Uhr stand gestern Abend das vorläufige Ergebnis fest. Die gesamte Mannschaft um Wahlleiter Lothar Otto hatte nach dem Schließen der Wahllokale am Sonntag gute Arbeit geleistet.

Seit Sonntagfrüh kurz vor 8 Uhr waren an die 50 ehrenamtlichen Wahlhelfer in den sieben Wahllokalen der Gemeinde Wittendörp tätig. Timo Schröder als stellvertretender Wahlleiter gehörte in Boddin zur fünfköpfigen Mannschaft, die die Bürgermeister-Stichwahl absicherte. Hans-Jürgen Wulf übernahm als Wahlleiter später das Zepter dort.

Die Wahlbeteiligung hielt sich nach den Worten des Gemeindewahlleiters Lothar Otto sehr in Grenzen. Die größte Fraktion mit 41 Prozent Wahlbeteiligung sind die Nichtwähler, die offensichtlich kein gesteigertes Interesse an der kommunalen Politik vor Ort haben. Es ist ein Zeichen von Gleichgültigkeit oder Resignation, wenn jeder Zweite nicht bereit ist, seinen Bürgermeister aktiv mitzubestimmen.

Achim Wulf gehört nicht zur Fraktion der Nichtwähler. Er ist Sonntagmittag in das Wahllokal nach Boddin gekommen, um seinen Stimmzettel in die Urne zu geben. „Ich hoffe, dass ich den richtigen Bürgermeister gewählt habe. Für mich ist es klar, dass ich bei so einer Stichwahl meine Stimme abgebe. Denn nur so kann man die Politik hier vor Ort mitbestimmen“, sagte er im SVZ-Gespräch. Ihm folgte auf den Fuß Heidi Bartel. Auch sie wisse, worauf es ankommt. „Ich möchte mit meiner Stimme meinen Bürgermeister wählen. Ob das klappt werden wir sehen“, sagte sie.

Eigene nicht gute Erfahrungen mit fehlenden Stimmen hatte in der Bürgermeisterwahl zu Beginn der vergangenen Legislaturperiode Hans-Heinrich Krüger aus Boddin. Ihm fehlten letztendlich wenige Stimmen zum Sieg. Damals erhielt Jürgen Nadzeika mit der Mehrheit der Wähler den Bürgermeister-Auftrag.

„Wer nicht wählt darf sich hinterher nicht über den Kandidaten beschweren, der schließlich die Wahl gewinnt. Deshalb gebe ich heute meine Stimme meinem Bürgermeisterkandidaten“, sagte Krüger gestern im SVZ-Gespräch.

Nachdem das vorläufige Endergebnis feststand, zeigte sich Bernd Ankele in einem kurzen Telefonat sehr erleichtert. „Ich bin sehr froh über das Ergebnis der Wahl und freue mich natürlich, dass die Wähler so eindeutig ihre Stimme abgegeben haben. Damit habe ich nicht gerechnet. Nach der Konstituierung geht es dann an die Arbeit“, sagte er.

 

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